Allgemeine Fakten

Neuroendokrine Tumoren (NEN) sind seltene Krankheiten. Nur 2 Menschen von 100 000 erkranken jährlich daran. NEN umfassen ein sehr breites Spektrum von Tumoren:  dieses reicht von Tumoren mit wenig malignen Potential (NET), die nach operativer Entfernung geheilt sein können bis zu aggressiven Karzinomen (NEC). Daher ist die Prognose sehr unterschiedlich. 

Meistens entstehen diese Tumoren im Magen-Darmtrakt, der Lunge oder Bauchspeicheldrüse. Dabei entarten Zellen, die verschiedene Hormone produzieren können (neuroendokrine Zellen). Je nachdem welche Hormone der Tumor produziert, können ganz unterschiedliche Beschwerden auftreten. Das können Durchfälle, Magengeschwüre, zu niedriger Blutzucker, Flush (aufsteigende Hitzewallungen)  oder Gewichtsabnahme sein. Häufig produzieren die Tumoren jedoch keine Hormone und die Krankheit wird oft auch zufällig entdeckt.

Zur Beurteilung der Krankheit und der seltenen erblichen Varianten (Mulitple endokrine Neoplasie) bedarf es einer Gewebs- und Blutuntersuchung sowie einer bildlichen Darstellung.