Auszeichnungen

Onkologisches Spitzenzentrum & selbsthilfefreundliches Krankenhaus

Das NCT hat sich auf seinem Weg vom ersten deutschen Comprehensive Cancer Center zum nationalen Exzellenzzentrum stetig weiterentwickelt, um seinen Patienten die bestmögliche Beratung und Behandlung anbieten zu können. Für die hohe Qualität der Arbeit des NCT spricht die Auszeichnung als Onkologisches Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe.

Darüber hinaus wurde dem NCT 2012 als erstes Krankenhaus in der Metropolregion Rhein-Neckar das Zertifikat „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" verliehen. 2017 wurde das NCT zum dritten Mal vom Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen" in Berlin, als selbsthilfefreundliches Krankenhaus ausgezeichnet.

Wir sehen diese Auszeichnungen nicht als Endpunkt unserer Bestrebungen zum Wohle der Patienten, sondern als Ausgangspunkt für eine kontinuierliche Verbesserung unsere Arbeit.

Urkunde Selbsthilfefreundliches Krankenhaus

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg wurde 2017 zum dritten Mal als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet. Voraussetzung hierfür war die systematische Erarbeitung und Implementierung von Qualitätskriterien im Rahmen eines Qualitätszirkels.

Ein selbsthilfefreundliches Krankenhaus zeichnet sich dadurch aus, dass es

  • den Kontakt zwischen Patientinnen / Patienten und deren Angehörige mit Selbsthilfegruppen befördert,
  • Kooperationsbereite Selbsthilfegruppen aktiv unterstützt,
  • sein ärztliches und pflegerisches Handeln durch das Erfahrungswissen der Selbsthilfe erweitert, sowie
  • Patientenorientierung im Sinne der Selbsthilfefreundlichkeit – systematisch und auf der Basis von nachprüfbaren Qualitätskriterien – weiterentwickelt.

Qualitätszirkel

Am NCT Heidelberg wurde ein Qualitätszirkel eingerichtet, an dem folgende Beteiligte sehr aktiv als gleichwertige Partner mitarbeiteten:

  • Das Universitätsklinikum Heidelberg
  • Kooperierende Selbsthilfegruppen
  • Das Heidelberger Selbsthilfebüro

Das Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen unterstützte diesen Prozess durch kontinuierliche methodische und strukturelle Hilfe und fungierte als Moderator.

Im Qualitätszirkel haben die Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfegruppen in Abstimmung mit der Selbsthilfebeauftragten und unter der Moderation der Agentur Selbsthilfefreundlichkeit zu jedem Kriterium konkrete Maßnahmen erarbeitet, die am NCT zeitnah und nachvollziehbar umgesetzt wurde. Diese Maßnahmen sind im internen Qualitätsmanagement verankert.

Am Qualitätszirkel nahmen folgende onkologische Selbsthilfegruppen teil:

  • Multiples Myelom (Plasmozytom) RLP /Selbsthilfegruppe Kurpfalz und Westpfalz
  • Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V.
  • Selbsthilfegruppe Hirntumor Rhein- Neckar
  • mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V.
  • Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
  • Selbsthilfegruppe für Lungenkrebserkrankte und deren Angehörige in der Metropolregion Rhein/ Neckar
  • TULPE e.V. - Verein zur Betreuung und Hilfe von Gesichtsversehrten
  • Leukämie- und Lymphom-Hilfe Metropolregion Rhein-Neckar
  • Bezirksverein der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten
  • Deutsche Ilco e.V. - Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs
  • Netzwerk Neuroendokrine Tumoren (Net) e.V., Regionalgruppe Rhein-Neckar
  • Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar

Qualitätskriterien

  1. Um über Selbsthilfe zu informieren, werden Räume, Infrastruktur und Präsentationsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, deren Gestaltung sich an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten, bzw. deren Angehörige sowie der Selbsthilfegruppen orientiert.
  2. Patientinnen und Patienten, bzw. deren Angehörige werden regelhaft und persönlich über die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe informiert. Sie erhalten Informationsmaterial und werden ggf. auf Besuchsdienst oder Sprechzeiten im Krankenhaus aufmerksam gemacht.
  3. Selbsthilfegruppen werden in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und treten gegenüber der Fachöffentlichkeit als Kooperationspartner auf.
  4. Das Krankenhaus hat eine / einen Selbsthilfebeauftragten benannt
  5. Zwischen Selbsthilfegruppen / Unterstützungsstelle und Krankenhaus findet ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch statt.
  6. In die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Selbsthilfegruppen bzw. die Unterstützungsstelle einbezogen.
  7. Das Krankenhaus ermöglicht Selbsthilfegruppen die Mitwirkung in Qualitätszirkeln, Ethikkommission u. ä.
  8. Die Kooperation mit einer Selbsthilfegruppe und / oder Unterstützungsstelle ist formal beschlossen und dokumentiert

(Quelle: Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen)

Die Umsetzung der Kriterien wird im Qualitätszirkel gemeinsam regelmäßig überprüft und Anpassungen ggf. in der dazugehörigen SOP dokumentiert. Eine Überprüfung zur erneuten Auszeichnung findet alle zwei Jahre durch das Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit statt.