Allgemeine Fakten

Hautkrebs ist der häufigste Tumor überhaupt. Dabei unterscheidet man zwischen dem hellen Hautkrebs (Basaliome, Spinaliome) und dem schwarzen Hautkrebs – sowie anderen seltenen Hauttumoren. Neben einer genetischen Komponente, die vor allem auch durch den Hauttyp bedingt ist, spielt die UV-Exposition in der Entwicklung von Hautkrebs eine entscheidende Rolle.

Heller Hautkrebs
Dabei tritt der helle Hautkrebs vor allen an lichtexponierten Stellen wie dem Gesicht auf, da hier die kummulative UV-Exposition, d.h. die über ein Leben angehäuften Lichtschäden für die Entstehung des Krebses verantwortlich sind. Deshalb tritt dieser Tumor vor allem im höheren Lebensalter jenseits der 60 auf. Die Problematik des hellen Hautkrebses besteht in der sog. Feldkanzerisierung, d.h. das multiple Hauttumoren unabhängig voneinander nebeneinander entstehen, da der gesamte Bereich die gleiche Lichtschädigung erfahren hat. Heller Hautkrebs sollte auch aus diesem Grund möglichst frühzeitig behandelt werden, wenn noch Flächenmassnahmen wie Immunmodulatoren oder Photodynamische Therapie angewendet werden können. Haben sich erst invasive Tumoren gebildet, müssen diese exzidiert werden, was bei multiplen Hauttumoren eine operative Herausforderung darstellen kann. Das Metastasierungsrisiko des hellen Hautkrebses ist bei Patienten mit einem gesunden Immunsystem mit <1% sehr niedrig. Anders sieht es bei immunsupprimierten Patienten, z.B. nach Organtransplantation aus.

Schwarzer Hautkrebs
Sehr viel bösartiger verhält sich der schwarze Hautkrebs, der bereits frühzeitig in die Lymph- und Blutbahn mestastasieren kann. Dieser kann aus einem bestehenden Muttermal (Nävuszellnävus) hervorgehen, aber auch auf völlig normaler Haut entstehen. Für die Entwicklung eines schwarzen Hautkrebses ist (mit einer Ausnahme, dem Lentigo maligna Melanom) die intermittierend hohe UV-Exposition verantwortlich, die grob an der Anzahl der Sonnenbrände abgeschätzt werden kann. Deshalb entstehen Melanome häufig an Rumpf und Extremitäten in Bereichen, die eher selten die Sonne sehen und deshalb z.B. im Urlaub schnell verbrennen.

Es gibt aber auch Melanome, die unabhängig von der Sonne entstehen, z.B. im Schleimhautbereich der Nase, im Auge oder an den Händen und Füssen. Für den schwarzen Hautkrebs gilt, dass die Prognose umso besser ist, je früher dieser diagnostiziert wird, weil dann rein operative Massnahmen bereits zur Heilung führen können. Ist eine Metastasierung bereits eingetreten, werden in der Regel medikamentöse Verfahren mit Immuntherapien, zielgerichteten Therapien oder auch Chemotherapien notwendig.