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Dermatologische Tumoren

Ihre Ansprechpersonen

Prof. Dr. Alexander Enk
Hautklinik

Dr. Ines Bertlich
Hautklinik

Terminvereinbarung

Dermatoonkologische Ambulanz

Tel.: +49 6221 568562
E-Mail: nct.dermaonko(at)med.uni-heidelberg.de

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website des Hauttumorzentrums.

Informationen zu Hautkrebs

Hautkrebs ist der häufigste Tumor überhaupt. Dabei unterscheidet man zwischen dem hellen Hautkrebs (Basaliome, Spinaliome) und dem schwarzen Hautkrebs – sowie anderen seltenen Hauttumoren. Neben einer genetischen Komponente, die vor allem auch durch den Hauttyp bedingt ist, spielt die UV-Exposition in der Entwicklung von Hautkrebs eine entscheidende Rolle.

Heller Hautkrebs

Dabei tritt der helle Hautkrebs vor allen an lichtexponierten Stellen wie dem Gesicht auf, da hier die kummulative UV-Exposition, d.h. die über ein Leben angehäuften Lichtschäden für die Entstehung des Krebses verantwortlich sind. Deshalb tritt dieser Tumor vor allem im höheren Lebensalter jenseits der 60 auf. Die Problematik des hellen Hautkrebses besteht in der sog. Feldkanzerisierung, d.h. das multiple Hauttumoren unabhängig voneinander nebeneinander entstehen, da der gesamte Bereich die gleiche Lichtschädigung erfahren hat. Heller Hautkrebs sollte auch aus diesem Grund möglichst frühzeitig behandelt werden, wenn noch Flächenmassnahmen wie Immunmodulatoren oder Photodynamische Therapie angewendet werden können. Haben sich erst invasive Tumoren gebildet, müssen diese exzidiert werden, was bei multiplen Hauttumoren eine operative Herausforderung darstellen kann. Das Metastasierungsrisiko des hellen Hautkrebses ist bei Patienten mit einem gesunden Immunsystem mit <1% sehr niedrig. Anders sieht es bei immunsupprimierten Patienten, z.B. nach Organtransplantation aus.

Schwarzer Hautkrebs

Sehr viel bösartiger verhält sich der schwarze Hautkrebs, der bereits frühzeitig in die Lymph- und Blutbahn mestastasieren kann. Dieser kann aus einem bestehenden Muttermal (Nävuszellnävus) hervorgehen, aber auch auf völlig normaler Haut entstehen. Für die Entwicklung eines schwarzen Hautkrebses ist (mit einer Ausnahme, dem Lentigo maligna Melanom) die intermittierend hohe UV-Exposition verantwortlich, die grob an der Anzahl der Sonnenbrände abgeschätzt werden kann. Deshalb entstehen Melanome häufig an Rumpf und Extremitäten in Bereichen, die eher selten die Sonne sehen und deshalb z.B. im Urlaub schnell verbrennen. Es gibt aber auch Melanome, die unabhängig von der Sonne entstehen, z.B. im Schleimhautbereich der Nase, im Auge oder an den Händen und Füssen. Für den schwarzen Hautkrebs gilt, dass die Prognose umso besser ist, je früher dieser diagnostiziert wird, weil dann rein operative Massnahmen bereits zur Heilung führen können. Ist eine Metastasierung bereits eingetreten, werden in der Regel medikamentöse Verfahren mit Immuntherapien, zielgerichteten Therapien oder auch Chemotherapien notwendig.

Behandlung am NCT Heidelberg

Das Hauttumorzentrum Heidelberg fungiert seit vielen Jahren als anerkanntes Zentrum im Bereich der dermatologischen Onkologie. Hier werden schwerpunktmäßig Patient:innen mit bösartigen Haut- und Schleimhauttumoren sowie Krebspatienten mit Nebenwirkungen an der Haut behandelt. In den letzten Jahren wurde unter dem Dach des NCT Heidelberg zum Nutzen der Patient:innen eine im zumindest nationalen Maßstab bisher nicht gekannte interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen medizinischen Fächern aufgebaut. Die räumliche und institutionelle Anbindung des NCT Heidelberg und seiner Ambulanzen an das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) stellt den raschen Transfer neu entwickelter diagnostischer und therapeutischer Verfahren in die Klinik sicher. Diese Innovationen werden den Patienten im Rahmen von Studien bereits vor einer möglichen Zulassung zugänglich gemacht.

Die Versorgung der Patient:innen erfolgt umfassend: von der Vorsorge, über die Behandlung der Primärtumoren und, falls erforderlich, die Betreuung in den fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung, bis zur Tumor-Nachsorge. Dazu stehen im Hauttumorzentrum und den ihm nachgeordneten bzw. mit ihm kooperierenden Einrichtungen alle modernen Verfahren der Tumordiagnostik und Therapie sowie supportiver Verfahren zur Verfügung.

Wir bieten an

  • Leitliniengerechte Nachsorge, Behandlung und Beratung bei jeglicher Art von Hautkrebs
  • Sprechstunde für Hautlymphome
  • Sprechstunde für Nebenwirkungen von Krebstherapien an der Haut
  • Sprechstunde für organtransplantierte und chronisch immunsupprimierte Patient:innen
  • Zweitmeinungszentrum
  • Interdisziplinäre Fallbesprechung im Tumorboard (d.h. wichtige therapeutische Entscheidungen werden nach Beratung eines Expertenteams getroffen)
  • Innovative lokale und systemische Therapieverfahren
  • Neue Therapien im Rahmen von Therapiestudien

Untersuchungsmethoden/Diagnostik NCT Heidelberg

  • Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie)
  • Lymphknotensonographie
  • Bestimmung von Tumormakern im Blut

In Zusammenarbeit mit der Radiologie/Nuklearmedizin des Universitätsklinikums und dem DKFZ:

  • Abdomensonographie
  • Röntgenuntersuchungen
  • Computertomographie (CT)
  • Kernspintomographie (MRT)
  • PET-CT
  • Skelettszintigraphie

Therapieverfahren NCT Heidelberg

  • Ambulante und stationäre Entfernung primärer Hauttumoren einschließlich Schildwächter-Lymphknotenbiopsie (sentinel node biopsy)
  • Weiterführende Eingriffe (Lymphknotendissektionen oder Operationen an Organen) durch die operativen Fachabteilungen des Universitäts-Klinikums (HNO-,Thorax-, Chirurgische Klinik)
  • Chemotherapien
  • Immuntherapien
  • Zielgerichtete Therapien ("Targeted therapies", z.B. BRAF-Inhibitoren)
  • Strahlentherapien durch die radiologische Klinik (Abteilung Radioonkologie) des Universitätsklinikums
  • neue Therapien im Rahmen von Klinischen Studien

Nachsorge NCT Heidelberg

Die Nachsorge dient der Erkennung von Tumorrezidiven und Zweitmalignomen. In Abhängigkeit von der Art des Tumors, den Tumorparametern und dem Erkrankungsstadium werden die Patient:inneen turnusmäßig untersucht (klinisch und z.T. auch mit darstellenden Verfahren wie CT/MRT, Sonographie oder Röntgen). Außerdem wird über Risiken der Tumorentstehung und ihre Vermeidung aufgeklärt.

Studien

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