DFG-Förderung für Gruppe von Antonia Schubert: Forschung zur Darmkrebsfrüherkennung am NCT Heidelberg
Antonia Schubert, Leiterin der Nachwuchsforschungsgruppe „Extrazelluläre Vesikel und molekulare Signaltransduktion in der Onkologie“ am NCT Heidelberg, Medizinische Onkologie, Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und an der Abteilung Signalwege und Funktionelle Genomik, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine große Förderung für ein neues Projekt zur Prävention und Früherkennung von Darmkrebs. Die Bewilligung von ungefähr 538.000 Euro über drei Jahre ist ein wichtiger Erfolg für die Nachwuchsforschungsgruppe und stärkt den weiteren Aufbau eines eigenständigen translationalen Forschungsprogramms.
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Frage, wie sich Darmkrebs bereits in sehr frühen Stadien biologisch erkennen lässt. Untersucht werden extrazelluläre Vesikel, also kleine, von Zellen freigesetzte Partikel, die Proteine und genetische Informationen transportieren und eine zentrale Rolle in der Zellkommunikation spielen. Das Team will erforschen, wie frühe Veränderungen im APC-Gen, einem zentralen Treiber der Darmkrebsentstehung, die Eigenschaften dieser Vesikel verändern und ob sich daraus Marker für eine möglichst frühe Diagnose und Risikobewertung ableiten lassen.
Dafür werden Modelle aus dem Labor – genetisch definierte Zell- und Organoidmodelle – mit der Analyse klinischer Proben verknüpft. Methodisch kommen unter anderem CRISPR-basierte Geneditierung, Proteomanalysen und datengetriebene Auswertungen zum Einsatz. Ziel ist es, Erkenntnisse aus der Modellforschung für klinisch relevante Fragestellungen nutzbar zu machen, etwa für nicht-invasive Verfahren der Früherkennung und personalisierte Präventionsstrategien.
Die Fördermittel werden insbesondere für den Aufbau des Teams eingesetzt. Geplant ist die Finanzierung von zwei Promotionsstellen. Ergänzend stehen Sachmittel für molekulare Analysen und experimentelle Modelle zur Verfügung, unter anderem für die Untersuchung extrazellulärer Vesikel und Organoid-Systeme.
Bild (vlnr): Antonia Schubert und Nadine Winkler (PhD-Studierende)