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Blasen-, Prostata-, Nieren-, Hoden- und Penistumoren

Ihre Ansprechpersonen

PD Dr. Stefanie Zschäbitz
Medizinische Onkologie

Prof. Dr. Dr. Johannes Huber
Urologische Klinik

Prof. Dr. Dipl.-Phys. Heinz-Peter Schlemmer
Radiologie DKFZ (E010)

PD Dr. Jakob Liermann
RadioOnkologie & Strahlentherapie

Prof. Dr. Uwe Haberkorn
Nuklearmedizin

Terminvereinbarung

Tel.: 06221 56-5924
Fax: 06221 56-4757
E-Mail: nct.patientenzentrum(at)med.uni-heidelberg.de

Termine können telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden. Hierfür benötigen wir Angaben zu Ihrer Person, Ihrer Erkrankung und gegebenenfalls Informationen darüber, welche Untersuchungen und Behandlungen bereits erfolgt sind. Anhand der von Ihnen gelieferten Daten bieten wir Ihnen schnellstmöglich die für Sie passende Sprechstunde an.

Wenn Sie das erste Mal zur Sprechstunde ins NCT Heidelberg kommen, möchten wir Sie bitten, alle bisherigen Untersuchungsergebnisse in Kopie mitzubringen, wie zum Beispiel pathologische Befunde und alle Bildgebung auf CD gebrannt, sowie eine Überweisung (Vermerk: "Universitätsklinikum HD, NCT"). Sollten Sie derzeit Medikamente einnehmen, bitten wir Sie, auch diese mitzubringen und/oder aufzuschreiben, um welche es sich genau handelt und in welcher Dosis Sie diese einnehmen.

Allgemeines

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Behandlung am NCT

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Allgemeine Fakten

Bösartige Tumoren des Urogenitaltraktes zählen zu den weltweit 3-häufigsten Krebsformen und betreffen alleine in Deutschland mehr als 120.000 neu erkrankte Patienten pro Jahr. Als urogenitale Tumoren werden alle Tumoren des Harn-bildenden und abführenden Traktes von Mann und Frau sowie der reproduktiven Organe des Mannes bezeichnet. Hierzu zählen Karzinome der Nieren, der Harnleiter, der Harnblase, der Prostata, des Hodens und des Penis.

Die Therapie richtet sich nach Organ- und Gewebetyp sowie nach Ausbreitung der Erkrankung. Ungefähr die Hälfte der Erkrankungen werden in einem lokalen Stadium diagnostiziert und können mit einer lokalen Therapie (Operation, Strahlentherapie) mit dem Ziel der Heilung (kurativ) behandelt werden. Bei den metastasierten Erkrankungen oder Rückfällen ist eine Heilung häufig nicht mehr möglich. Eine Ausnahme bilden die Keimzelltumoren, bei denen auch in metastasierten Stadien hohe Heilungsraten erzielt werden. Liegt eine fortgeschrittene Erkrankung vor so wird mit Chemotherapien oder zielgerichteten Therapien versucht eine möglichst lange Kontrolle der Erkrankung zu erzielen. Häufig kommen bei urogenitalen Tumoren multimodale Ansätze zum Einsatz, d.h. optimale Ergebnisse werden erzielt, wenn neben einem chirurgischen Vorgehen eine anschließende Bestrahlung und/oder Chemotherapie durchgeführt wird.

Das Urogenital-Tumorzentrums setzt sich aus Experten aller Fachrichtungen zusammen, die an der Behandlung von Urogenitaltumoren beteiligt sind. Es werden alle Patienten über multimodale Therapieansätze ausführlich beraten und individuelle Therapiepläne erstellt. In Situationen, in denen keine etablierten Therapiestandards vorliegen, prüfen wir individualisierte Therapiekonzepte. Es ist ein Ziel des Urogenital-Tumorzentrums den meisten Patienten Therapien im Rahmen kontrollierter klinischer Studien anbieten zu können.

Behandlung am NCT Heidelberg

Grundsätzlich verfügt das Urogenital-Tumorzentrum Heidelberg über alle modernen Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen.
Die Form der Diagnostik und Art der Behandlung für Patienten mit einem Urogenital-Tumor ist am NCT genau festgelegt. Die Festlegung ('Standard Operating Procedure‘, SOP) erfolgt durch die Beteiligten des Urogenital-Tumorzentrums Heidelberg und wird unter Berücksichtigung des international jeweils gültigen Wissensstands mindestens einmal pro Jahr aktualisiert.
In unseren Spezialambulanzen werden Patienten umfassend beraten. Das Urogenital-Tumorzentrum führt wöchentlich interdisziplinäre Tumorboards durch.

Diagnostik

An der diagnostischen Abklärung beteiligen sich die Abteilungen Medizinische Onkologie, Nephrologie, Nuklearmedizin, Pathologie, Radiologie (DKFZ), Radiologie (UKHD), Radioonkologie und Urologie.

  • Bildgebung (CT, MRT, Sonografie, PSMA-PET-CT, FDG-PET-CT, PET-MRT, PSMA-Szintigraphie, Skelettszintigraphie)
  • Cystoskopie, Ureterorenoskopie
  • Biopsie, Guided-Biopsie

Therapieverfahren

  • Tumorresektion, Roboter-assistierte Chirurgie, Kryoablation, HiFU
  • Präzisions-Strahlentherapie (IMRT; IGRT; Ionenstrahltherapie z.B. mit Protonen; MR-gestützte Strahlentherapie; Adaptive Strahlentherapie) und kombinierte Therapiekonzepte z.B. Radiochemotherapie
  • Systemische Chemo,- und/oder Immuntherapie

Nachsorge

Die Koordination der Nachsorge nach Abschluss der Behandlung erfolgt jeweils durch die primär behandelnde Abteilung.