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Magen- und Speiseröhrentumoren

Ihre Ansprechpersonen

Terminvereinbarung für Patient:innen

Patientenzentrum NCT Heidelberg

Tel.: 06221 56-5924
Fax: 06221 56-4757
E-Mail: nct.patientenzentrum(at)med.uni-heidelberg.de

Allgemeine Fragen

Termine können telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden. Hierfür benötigen wir Angaben zu Ihrer Person, Ihrer Erkrankung und gegebenenfalls Informationen darüber, welche Untersuchungen und Behandlungen bereits erfolgt sind. Anhand der von Ihnen gelieferten Daten bieten wir Ihnen schnellstmöglich die für Sie passende Sprechstunde an.

Wenn Sie das erste Mal zur Sprechstunde ins NCT Heidelberg kommen, möchten wir Sie bitten, alle bisherigen Untersuchungsergebnisse in Kopie mitzubringen, wie zum Beispiel pathologische Befunde und alle Bildgebung auf CD gebrannt, sowie eine Überweisung (Vermerk: "Universitätsklinikum HD, NCT"). Sollten Sie derzeit Medikamente einnehmen, bitten wir Sie, auch diese mitzubringen und/oder aufzuschreiben, um welche es sich genau handelt und in welcher Dosis Sie diese einnehmen.

Allgemeine Fakten

In Deutschland erkranken jährlich rund 23.000 Menschen an einem Karzinom der Speiseröhre oder des Magens. Aufgrund fehlender Frühsymptome wird die große Mehrzahl der Erkrankungen in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt.

Bei den Karzinomen der Speiseröhre unterscheidet man Plattenepitelkarzinome, welche überwiegend in den beiden oberen Dritteln der Speiseröhre lokalisiert sind, sowie das Adenokarzinom, welches im unteren Drittel der Speiseröhre oder am Übergang zum Magen (sog. Gastroösophagealer Übergang) entsteht.
Risikofaktoren für Tumoren der Speiseröhre sind Alkoholkonsum und das Zigarettenrauchen, eventuell mit begleitenden Ernährungsdefiziten, vor allem Vitaminmangel.
Bei den Tumoren des gastroösophagealen Übergangs spielt die Refluxerkrankung eine wichtige Rolle.

Bei Tumoren des Magens stellt neben Ernährungsfaktoren (geringer Obst- und Gemüsekonsum, zu hoher Verzehr von gepökelten und geräucherten Lebensmitteln), Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum das Bakterium  Helicobacter pylori die wichtigste Ursache für eine chronische Entzündung mit sekundärer Tumorentstehung dar.
Im lokalisierten Stadium ist die chirurgische Entfernung der Speiseröhre/des Magens Therapie der Wahl, bei lokal fortgeschrittenen Tumoren erfolgt zunächst eine präoperative (sog. neoadjuvante) Therapie in Form einer Chemotherapie oder kombinierten Radiochemotherapie (Bestrahlung und Chemotherapie). Falls aufgrund der Ausdehnung des Tumors oder aufgrund von Begleiterkrankungen z.B. an Herz oder Lunge eine Operation an der Speiseröhre nicht durchgeführt werden kann, so erfolgt eine alleinige sog. definitive Radiochemotherapie (parallel Bestrahlung und Chemotherapie) des Tumors.

Im metastasierten Stadium, d.h. wenn bereits Absiedlungen an entfernten Lymphknoten oder Organen vorliegen erfolgt eine tumorspezifische Systemtherapie; hier kommt zunehmend häufiger neben einer klassischen Chemotherapie auch eine Immuntherapie oder eine zielgerichtete Therapie zum Einsatz.

Behandlung am NCT

Bei Patienten, die sich mit einem neu diagnostiziertem Tumor der Speiseröhre/des Magens in unserer Abteilung vorstellen, erfolgen je nach bereits erfolgten Untersuchungen weitere diagnostische Maßnahmen wie Magenspiegelung ggf. mit Endosonographie (endoskopischer Ultraschall), CT-Untersuchung, ggf. auch Bronchoskopie sowie eine Beurteilung bezüglich Begleiterkrankungen des Herz-Kreislauf Systems. Anschließend werden die Befunde in der interdisziplinären Tumorkonferenz zwischen den Fachabteilungen Med. Onkologie, Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Strahlentherapie, Radiologie und ggf. weiteren Fachabteilungen besprochen und eine Therapieempfehlung festgelegt. Die weitere Therapie erfolgte dann in den verschiedenen Abteilungen des Universitätsklinikums.  Sofern eine medikamentöse tumorspezifische Therapie notwendig ist, erfolgt diese in der Tagesklinik am NCT. Daneben verfügt die Abteilung über eine Bettenstation, in der beispielsweise eine Überwachung nach endoskopischen Verfahren erfolgt. Neben Patienten mit neu diagnostizierter Erkrankung können sich auch Patienten, die bereits extern in Behandlung sind, für die Einholung einer Zweitmeinung in unserer Ambulanz vorstellen.


Aktuelle Studien

In den beteiligten Fachdisziplinen werden zahlreiche Studien für die unterschiedlichen Tumorarten und Tumorstadien angeboten.
In der Abteilung für Medizinische Onkologie am NCT sind derzeit mehrere klinische Studien in Phase I/II/III für Patienten mit Ösophagus-/Magenkarzinom sowohl im lokalisierten Stadium (als sogenannte perioperative Therapie) als auch im metastasierten Stadium zur Teilnahme geöffnet.


Sprechstunden

In der Abteilung für Medizinische Onkologie im NCT finden mehrmals pro Woche Spezialsprechstunden für Patienten mit Tumoren der Speiseröhre oder des Magens statt. Ggf. erfolgt je nach Befundlage die Vorstellung bei den Kollegen der Strahlentherapie oder Visceralchirurgie. Des Weiteren erfolgt durch die Kolleg*innen der Ernährungsberatung, der Psychoonkologie und des Sozialdienstes eine umfangreiche Unterstützung bei der Bewältigung der Tumordiagnose.