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Ösophago-gastrale Tumoren
Ihre Ansprechpersonen
Prof. Dr. Georg Martin Haag
Klinik für Medizinische Onkologie
Prof. Dr. Henrik Nienhüser
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
Für Zuweiser:innen: Überweisung an das NCT Heidelberg
Damit wir Ihre Patientinnen und Patienten in die geeignete Sprechstunde einplanen können, schicken Sie uns bitte vorab das ausgefüllte Anmeldeformular für neue Patientinnen und Patienten und bereits vorliegende Befunde per Fax oder E-Mail zu. Das Anmeldeformular enthält zusätzliche Informationen für Ihre Patientinnen und Patienten und kann als PDF-Datei heruntergeladen werden. Nachdem wir Ihr Fax oder Ihre E-Mail erhalten haben, kontaktieren wir Ihre Praxis oder die Patientin/den Patient direkt.
Aktuell rekrutierende Studien finden Sie auf unserer Website (auch erreichbar unter dem Link www.nct-heidelberg.de/studien). Darüber hinaus geben Ihnen die für die Entität zuständigen Oberärztinnen und Oberärzte gerne Auskunft zu weiteren Studiendetails.
Patientenanmeldung für Zuweiser:innen
Patientenzentrum NCT Heidelberg
- Tel.: 06221 56-5924
werktags von 8:00 bis 16.00 Uhr bzw. freitags 8:00 bis 14.30 Uhr - Fax: 06221 56-4757
- E-Mail: nct.patientenzentrum(at)med.uni-heidelberg.de
- Anmeldeformular für Zuweiser:innen (Download als PDF-Datei)
Allgemeine Fakten
In Deutschland erkranken jährlich rund 23.000 Menschen an einem Karzinom der Speiseröhre oder des Magens. Aufgrund fehlender Frühsymptome wird die große Mehrzahl der Erkrankungen in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt.
Bei den Karzinomen der Speiseröhre unterscheidet man Plattenepitelkarzinome, welche überwiegend in den beiden oberen Dritteln der Speiseröhre lokalisiert sind, sowie das Adenokarzinom, welches im unteren Drittel der Speiseröhre oder am Übergang zum Magen (sog. Gastroösophagealer Übergang) entsteht.
Risikofaktoren für Tumoren der Speiseröhre sind Alkoholkonsum und das Zigarettenrauchen, eventuell mit begleitenden Ernährungsdefiziten, vor allem Vitaminmangel.
Bei den Tumoren des gastroösophagealen Übergangs spielt die Refluxerkrankung eine wichtige Rolle.
Bei Tumoren des Magens stellt neben Ernährungsfaktoren (geringer Obst- und Gemüsekonsum, zu hoher Verzehr von gepökelten und geräucherten Lebensmitteln), Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum das Bakterium Helicobacter pylori die wichtigste Ursache für eine chronische Entzündung mit sekundärer Tumorentstehung dar.
Im lokalisierten Stadium ist die chirurgische Entfernung der Speiseröhre/des Magens Therapie der Wahl, bei lokal fortgeschrittenen Tumoren erfolgt zunächst eine präoperative (sog. neoadjuvante) Therapie in Form einer Chemotherapie oder kombinierten Radiochemotherapie (Bestrahlung und Chemotherapie). Falls aufgrund der Ausdehnung des Tumors oder aufgrund von Begleiterkrankungen z.B. an Herz oder Lunge eine Operation an der Speiseröhre nicht durchgeführt werden kann, so erfolgt eine alleinige sog. definitive Radiochemotherapie (parallel Bestrahlung und Chemotherapie) des Tumors.
Im metastasierten Stadium, d.h. wenn bereits Absiedlungen an entfernten Lymphknoten oder Organen vorliegen erfolgt eine tumorspezifische Systemtherapie; hier kommt zunehmend häufiger neben einer klassischen Chemotherapie auch eine Immuntherapie oder eine zielgerichtete Therapie zum Einsatz.
Behandlung am NCT
Bei Patienten, die sich mit einem neu diagnostiziertem Tumor der Speiseröhre/des Magens in unserer Abteilung vorstellen, erfolgen je nach bereits erfolgten Untersuchungen weitere diagnostische Maßnahmen wie Magenspiegelung ggf. mit Endosonographie (endoskopischer Ultraschall), CT-Untersuchung, ggf. auch Bronchoskopie sowie eine Beurteilung bezüglich Begleiterkrankungen des Herz-Kreislauf Systems. Anschließend werden die Befunde in der interdisziplinären Tumorkonferenz zwischen den Fachabteilungen Med. Onkologie, Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Strahlentherapie, Radiologie und ggf. weiteren Fachabteilungen besprochen und eine Therapieempfehlung festgelegt. Die weitere Therapie erfolgte dann in den verschiedenen Abteilungen des Universitätsklinikums. Sofern eine medikamentöse tumorspezifische Therapie notwendig ist, erfolgt diese in der Tagesklinik am NCT. Daneben verfügt die Abteilung über eine Bettenstation, in der beispielsweise eine Überwachung nach endoskopischen Verfahren erfolgt. Neben Patienten mit neu diagnostizierter Erkrankung können sich auch Patienten, die bereits extern in Behandlung sind, für die Einholung einer Zweitmeinung in unserer Ambulanz vorstellen.
Aktuelle Studien
In den beteiligten Fachdisziplinen werden zahlreiche Studien für die unterschiedlichen Tumorarten und Tumorstadien angeboten.
In der Abteilung für Medizinische Onkologie am NCT sind derzeit mehrere klinische Studien in Phase I/II/III für Patienten mit Ösophagus-/Magenkarzinom sowohl im lokalisierten Stadium (als sogenannte perioperative Therapie) als auch im metastasierten Stadium zur Teilnahme geöffnet.
Sprechstunden
In der Abteilung für Medizinische Onkologie im NCT finden mehrmals pro Woche Spezialsprechstunden für Patienten mit Tumoren der Speiseröhre oder des Magens statt. Ggf. erfolgt je nach Befundlage die Vorstellung bei den Kollegen der Strahlentherapie oder Visceralchirurgie. Des Weiteren erfolgt durch die Kolleg*innen der Ernährungsberatung, der Psychoonkologie und des Sozialdienstes eine umfangreiche Unterstützung bei der Bewältigung der Tumordiagnose.