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Kopf-/Halstumoren
Ihre Ansprechpersonen
PD Dr. Tilmann Bochtler
Klinik für Medizinische Onkologie
PD Dr. Thomas Held
Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie
PD Dr. Dr. Reinald Kühle
Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
PD Dr. Dr. Julius Moratin
Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Dr. Rubens Thölken
Hals-, Nasen- und Ohrenklinik
Für Zuweiser:innen: Überweisung an das NCT Heidelberg
Damit wir Ihre Patientinnen und Patienten in die geeignete Sprechstunde einplanen können, schicken Sie uns bitte vorab das ausgefüllte Anmeldeformular für neue Patientinnen und Patienten und bereits vorliegende Befunde per Fax oder E-Mail zu. Das Anmeldeformular enthält zusätzliche Informationen für Ihre Patientinnen und Patienten und kann als PDF-Datei heruntergeladen werden. Nachdem wir Ihr Fax oder Ihre E-Mail erhalten haben, kontaktieren wir Ihre Praxis oder die Patientin/den Patient direkt.
Aktuell rekrutierende Studien finden Sie auf unserer Website (auch erreichbar unter dem Link www.nct-heidelberg.de/studien). Darüber hinaus geben Ihnen die für die Entität zuständigen Oberärztinnen und Oberärzte gerne Auskunft zu weiteren Studiendetails.
Patientenanmeldung für Zuweiser:innen
Patientenzentrum NCT Heidelberg
- Tel.: 06221 56-5924
werktags von 8:00 bis 16.00 Uhr bzw. freitags 8:00 bis 14.30 Uhr - Fax: 06221 56-4757
- E-Mail: nct.patientenzentrum(at)med.uni-heidelberg.de
- Anmeldeformular für Zuweiser:innen (Download als PDF-Datei)
Informationen zu Kopf-/Halstumoren
Bösartige Tumoren der Kopf- und Halsregion zählen zu den weltweit sechsthäufigsten Krebsformen und betreffen alleine in Deutschland mehr als 15.500 neu erkrankte Patienten pro Jahr. In mehr als 90% aller Fälle handelt es sich um sog. Plattenepithel-Karzinome (PEC) des Kopf-Halses (HNSCC). Bei weit mehr als der Hälfte aller Patienten wird der Tumor zum ersten Mal in bereits fortgeschrittenen Stadien (III und IV) diagnostiziert.
Solange der Tumor auf den Kopf und Hals beschränkt bleibt, sind heute auch in diesen fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung in ca. 30-40% aller Fälle dauerhafte Heilungen durch den Einsatz moderner multimodaler Therapieverfahren, d.h. Operation und/oder Strahlen- und Chemotherapie, möglich. Sobald der Tumor Tochtergeschwülste (Metastasen) an anderen Stellen des Körpers gebildet hat, ist eine Heilung nicht mehr möglich. In diesen Fällen kann mit Hilfe einer Chemo- und/oder Antikörpertherapie versucht werden, das Tumorwachstum für eine möglichst lange Zeit aufzuhalten (palliative Chemo/Immuntherapie).
Neben Plattenepithel-Karzinomen gibt es eine weitere Gruppe bösartiger Tumoren im Kopf-Hals-Bereich, die aus entarteten Speicheldrüsen hervorgehen. Diese Tumoren sind insgesamt selten und zudem biologisch sehr verschieden, so dass hier die Festlegung eines optimalen individuellen Behandlungskonzepts besonders wichtig ist.
Für den häufigsten malignen Tumor der Speicheldrüsen (adenoidzystisches Karzinom, ACC) wurden am Standort Heidelberg Studienprotokolle entwickelt, um auch Patienten mit diesen seltenen Tumoren des Kopf-Halses modernste neue Behandlungskonzepte (Schwer-Ionen) im Rahmen kontrollierter klinischer Studien anbieten zu können.
Behandlung am NCT Heidelberg
Grundsätzlich verfügt das Kopf-Hals-Tumorzentrum Heidelberg über alle modernen Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen.
Die Form der Diagnostik und Art der Behandlung für Patienten mit einem Kopf-Hals-Tumor ist am NCT genau festgelegt. Die Festlegung (Standard Operating Procedure, SOP) erfolgt durch die Mitglieder des Kopf-Hals-Tumorzentrums Heidelberg und wird unter Berücksichtigung des international jeweils gültigen Wissensstands mindestens einmal pro Jahr aktualisiert.
Das Kopf-Hals-Tumorzentrum Heidelberg hat des Weiteren eine wöchentlich stattfindende interdisziplinäre Spezialsprechstunde für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren eingerichtet. In dieser Sprechstunde werden Patienten, für die eine standardisierte Behandlung nicht in Frage kommt (z.B. seltener Kopf-Hals-Tumor, Rezidiv-Tumor, unabhängiger zweiter Tumor), interdisziplinär beraten sowie zur Diagnostik und Therapie den beteiligten Abteilungen zugewiesen. An der regelmäßigen Sprechstunde nimmt jeweils ein Oberarzt der HNO, MKG, Radioonkologie und Medizinischen Onkologie teil. Grundsätzlich wird außerdem jede Therapieentscheidung für Patienten mit nicht nach SOP behandelbarem Tumor in einem ebenfalls wöchentlich stattfindenden Tumorboard für Kopf-Hals-Tumoren interdisziplinär besprochen.
Die Diagnostik und Behandlungsformen
- Pan-Endoskopie, d.h. Spiegelung von Kehlkopf, oberer Luft,- und Speiseröhre (mit und ohne Narkose) mit ggf. Entnahme von Gewebeproben
- Bildgebung (CT, MRT; Sonografie, PET-CT)
- Suche nach infektiösen Herden im Mund- und Kieferbereich
Therapieverfahren
- Tumorresektion und Rekonstruktion mittels autologem Gewebetransfer oder Epithesen sowie Schädelbasis- und navigationsassistierte Chirurgie
- Präzisions-Strahlentherapie (IMRT, IGRT, Schwerionen, Brachytherapie)
- Systemische Chemo- und/oder Immuntherapie
Nachsorge
Die Koordination der Nachsorge nach Abschluss der Behandlung erfolgt jeweils durch die primär behandelnde Abteilung.