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20.10.2026

CCE Summer School 2026: Neue Impulse für die Krebsforschung von morgen

Vom 4. bis 9. Oktober 2026 trafen sich mehr als 70 Nachwuchsforschende und internationale Fachleute zur zehnten Summer School von Cancer Core Europe (CCE) an der portugiesischen Algarve. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen der translationalen Krebsforschung und der interdisziplinäre Austausch. Wie kommen neue Erkenntnisse aus dem Labor zu den Patientinnen und Patienten? Welche Chancen bietet künstliche Intelligenz in der Krebsmedizin? Und wie können Betroffene die Forschung mitgestalten? Diesen und vielen weiteren Fragen widmeten sich die Teilnehmenden in Vorträgen, Workshops und Diskussionen. 

Das Programm reichte von Krebsprävention und Tumorbiologie über neue Therapieansätze und klinische Studien bis hin zu digitalen Technologien in der Onkologie. Mehr als 25 Fachvorträge gaben Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte führender europäischer Krebszentren. Praxisnahe Workshops beschäftigten sich mit der Analyse molekularer Krebsdaten, die Entwicklung neuer Medikamente und dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Medizin. Ergänzend erhielten die Teilnehmenden Anregungen für den Umgang mit Stress und die Stärkung ihrer Resilienz im Forschungsalltag.

Wichtige Beiträge von Heidelberg Wissenschaftler:innen

Eine zentrale Rolle übernahm Bruno Köhler (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, NCT Heidelberg, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)): als Leiter des internationalen Wissenschaftlichen Komitees verantwortete er gemeinsam mit dessen Mitgliedern die wissenschaftliche Ausrichtung der Summer School. Weitere Heidelberger Forschende gestalteten das Programm mit Vorträgen und Workshops aktiv mit.

Michael Hoffmeister (DKFZ, DKTK) stellte neue Ansätze zur Prävention und Früherkennung von Darmkrebs vor. Stefan Fröhling (Geschäftsführender Direktor NCT Heidelberg, DKFZ, DKTK) zeigte gemeinsam mit internationalen Kolleg:innen in einem Workshop den Weg neuer Wirkstoffe vom Labor in die klinische Anwendung auf.

Ein weiterer Schwerpunkt war künstliche Intelligenz (KI) in der Krebsmedizin. Jakob Nikolas Kather (UKHD, Universität Heidelberg, NCT Heidelberg, DKTK) stellte Einsatzmöglichkeiten großer KI-Sprachmodelle und KI-Agenten vor und vertiefte diese in einem praktischen Workshop mit seinen Mitarbeiterinnen Narmin Ghaffari Laleh und Srividhya Sainath. Markus Herrmann (Universität Heidelberg, NCT Heidelberg) beleuchtete ethische Fragen des KI-Einsatzes. 

Eine besondere Rolle spielte die Patientenbeteiligung: erstmals waren Patientenvertretende auch im Wissenschaftlichen Komitee vertreten. Ihre Perspektive war während der gesamten Woche in Vorträgen, Workshops und Diskussionen präsent. Cindy Körner, Patientenvertreterin im Patientenforschungsrat NCT Heidelberg, brachte die Sicht der Betroffenen ein und diskutierte mit den Teilnehmenden, wie Patient:innen die Krebsforschung aktiv mitgestalten können. Priya Chudasama (DKFZ, NCT Heidelberg) ergänzte den Austausch mit Erfahrungen aus der Forschungspraxis.

Austausch auf Augenhöhe

Mindestens ebenso wichtig wie die fachlichen Einblicke war der persönliche Austausch. Nachwuchsforschende präsentierten ihre Projekte in Kurzvorträgen und Poster Sessions und erhielten direktes Feedback von internationalen Expert:innen und anderen Teilnehmenden. 

Die Referent:innen beteiligten sich an Diskussionen, begutachteten Poster und standen bei informellen Austauschformaten für Fragen zu Forschungsprojekten und wissenschaftlichen Karrierewegen zur Verfügung. Erstmals ergänzten auch Vorträge von Industrievertreterinnen das Programm und verdeutlichten die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Industrie bei der Entwicklung neuer Krebstherapien.

„Was die Summer School besonders macht, ist der direkte Austausch zwischen jungen Forschenden und international führenden Expertinnen und Experten auf Augenhöhe. Hier geht es nicht nur darum, Wissen weiterzugeben, sondern gemeinsam Ideen zu entwickeln, voneinander zu lernen und Kontakte zu knüpfen, aus denen langfristige wissenschaftliche Kooperationen entstehen können“, sagt Bruno Köhler.

Auch für die praktische Organisation der Summer School leistete das NCT Heidelberg einen wichtigen Beitrag: Anna Lück und Petra Oberrauch waren maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung beteiligt. Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem durch das DKTK als langjährigen Partner, die Monika Kutzner Stiftung sowie weitere akademische Partner und Industriesponsoren. 

 

Weitere Einblicke in die Summer School 2026 gibt es auf der CCE-Website. https://www.cancercoreeurope.eu/cce-summer-school-10-editions-connecting/ 

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