CATCH-Studie

Personalisierter Ansatz bei Brustkrebs

Jede Brustkrebserkrankung ist einzigartig und unterscheidet sich in ihrem molekularen Muster von allen anderen. Grund für die Vielfalt ist die Tatsache, dass Krebserkrankungen durch eine Vielzahl genetischer Veränderungen entstehen. Welche das sind, ist von Patientin zu Patientin individuell verschieden. Doch die genetischen Veränderungen entscheiden letztlich darüber, wie die Krankheit verläuft und welche Therapieform den größten Erfolg verspricht.

Anfragen zu dieser Studie

NCT Heidelberg Patientenzentrum
Tel.: 06221 56-5959
E-Mail: Patientenzentrum2.nct@med.uni-heidelberg.de

Informationen zur Terminvereinbarung

Ablauf

Genveränderungen werden durch den Vergleich des Erbguts der Tumorzellen mit dem von gesunden Körperzellen, die z. B. aus einer Blutprobe gewonnen werden, identifiziert. Die Ärzte und Wissenschaftler analysieren zunächst die Gewebeproben aus Metastasen von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs und erstellen für jede Studienteilnehmerin ein genetisches Profil.  Anschließend werden die Ergebnisse bewertet und neue Behandlungswege geprüft. Das kann je nach Bedarf eine erprobte Standardtherapie sein oder aber ein Wirkstoff, der eigentlich für die Behandlung anderer Erkrankungen zugelassen ist, bei der individuellen Brustkrebsform jedoch ebenfalls erfolgsversprechend ist. Darüber hinaus sollen insbesondere innovative Therapieverfahren in weiterführenden Studien eingesetzt werden, die sich erst in der wissenschaftlichen Erprobung befinden.

Teilnahmebedingungen

An der CATCH-Studie (Comprehensive Assessment of Clinical Features and Biomarkers To Identify Patients with Advanced or Metastatic Breast Cancer for Marker Driven Trials in Humans) können Brustkrebspatientinnen teilnehmen, die sich am NCT in Heidelberg behandeln lassen möchten und deren Erkrankung weiter fortgeschrittenen ist und das hauptsächliche Ziel einer Therapie darin besteht, ein weiteres Fortschreiten der Krankheit zu bremsen. Über den Einschluss entscheidet der Studienarzt.

Koordination

Prof. Dr. A. Schneeweiss
Gynäkologische Onkologie

Prof. Dr. P. Lichter
Molekulare Genetik