11NCT HEIDELBERG NATIONALES CENTRUM FÜR TUMORERKRANKUNGEN Die Ursachen sind vielfältig Die Tumorerkrankung selbst kann Fatigue hervorrufen Aber auch die Behand lungen wie Chemotherapie Bestrahlung und Operation können dafür verantwortlich sein Krankheits bedingte Begleiterscheinungen wie Blutarmut Schmerzen Mangelernährung hormonelle Veränderungen oder Infekte können ursächlich sein Nicht zuletzt spielt auch die psychische Belastung eine Rolle in der Entstehung von Fatigue Auch wenn sie Wochen bis Monate anhalten kann bessert sich Fatigue in aller Regel im Zeitverlauf So unterschiedlich die Ursachen sein können so unterschiedlich werden auch die Therapieempfehlungen aussehen Daher können wir an dieser Stelle lediglich einige allgemeine Tipps geben Je nachdem ob emo tionale oder körperliche Erschöpfung im Vordergrund steht empfehlen wir Ihnen sich ggf an die psycho onkologische Ambulanz oder die Abteilung Bewegung und Krebs des NCT zu wenden Nehmen Sie Hilfe in Anspruch Psychoonkologie 06221 56 4727 psychoonkologie nct heidelberg de Bewegung Sport und Krebs 06221 56 5918 krebssport nct heidelberg de Wir empfehlen Versuchen Sie ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Aktivitätsphasen und Ruhephasen zu finden Schlafen macht nicht immer munter Verzichten Sie tagsüber auf langes Schlafen mit Tiefschlafphasen Bauen Sie leichte körperliche Betätigung als regelmäßige Gewohnheit in Ihren Tagesablauf ein Bleiben Sie dabei im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft sorgen für zusätzliche Sauerstoffzufuhr und generieren Energie Leichte sportliche Aktivitäten wie Walking Radfahren und Schwimmen können die Müdigkeit reduzieren Verlangen Sie sich keine Spitzenleistungen ab die Sie vielleicht vor Ihrer Erkrankung erreicht haben Veränderungen im Blutbild Medikamentöse Tumortherapien können die Blutbildung im Knochenmark beeinträchtigen Dies gilt auch für Die weißen Blutkörperchen Leukozyten wodurch das Infektionsrisiko erhöht ist Die roten Blutkörperchen Erythrozyten was gleichbedeutend ist mit Blutarmut Anämie und zu rascher Ermüdung und Erschöpfung führen kann Die Blutplättchen Thrombozyten wodurch die Blutungsneigung erhöht ist Veränderungen des Blutbildes können Sie nicht selbst durch Verhaltensmaßnahmen entgegenwirken Entsprechende Maßnahmen leitet Ihr Arzt ein Infektionsrisiko Wie oben erwähnt kann es unter Chemotherapie zu einer Leukopenie d h einer verminderten Produktion weißer Blutkörperchen kommen Dies hat zur Folge dass ein erhöhtes Infektionsrisiko für Sie besteht Ein erstes Anzeichen für eine Infektion kann Fieber sein Sollte Ihre Körpertemperatur auf über 38 C ansteigen oder Schüttelfrost auftreten müssen Sie sich umge hend mit Ihrem Behandlungsteam in Verbindung setzen siehe Symptome die Sie melden müssen In den meisten Fällen werden wir Sie bitten zur Diagnostik und Behandlung zu uns in die Klinik zu kommen Eine Infektion muss schnellstmöglich behandelt werden da es bei einer Verschleppung im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen kann

Vorschau NCT Patientenhandbuch Seite 11
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