NCT Heidelberg
Dr. Stefanie Rudolph

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Dr. Stefanie Rudolph
Translationale Onkologie,
NCT Heidelberg/DKFZ

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DataBox-Projekt

Patientenzentriertes Gesundheitsmanagement

Unter der Leitung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg und in Zusammenarbeit mit SAP und Siemens Healthineers entwickeln Ärzte und Wissenschaftler ein System mit dem Projektnamen DataBox. Es soll Patientendaten sammeln und diese zur Verfügung stellen. Aus einer Big-Data-Analyse erhoffen sich die Beteiligten neue Diagnosemethoden und Behandlungskonzepte. Das im Januar 2018 gestartete Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert.

Laborwerte, Röntgenbilder, DNA-Sequenzierungen. Täglich fallen bei Millionen von Menschen in Deutschland gesundheitsrelevante Daten an – ob beim Hausarzt, Spezialisten oder im Krankenhaus. Allerdings gibt es kein System, das diese Informationen an einer zentralen Stelle sammelt und auch im Nachhinein verfügbar macht. Diese unbefriedigende Situation resultiert vor allem daraus, dass Patienten zwischen den verschiedenen Sektoren der Gesundheitsversorgung wechseln, etwa zwischen der ambulanten und stationären oder zwischen verschiedenen Trägern. Nur selten werden die Daten bereichsübergreifend ausgetauscht, geschweige denn für den Patienten zusammengeführt. Und in der Regel fehlen meist weitere Informationen, wenn die Mediziner die Therapie des Patienten geschlossen haben.

Dieser Zustand ist nicht nur für die behandelnden Ärzte und die Forschung ungünstig, sondern insbesondere für die Patienten selbst. Denn die Information und Erfahrung aus der letzten Behandlungsschrift stehen oft für die Behandlung des nächsten gleich gelagerten Falls nicht zur Verfügung. Und hier wären solche Aufzeichnungen enorm wertvoll: Blutwerte, Krankheitsverläufe, Erfolge und Misserfolge von Therapien. Je mehr Daten zur Verfügung stehen, umso eher lassen sich daraus Schlüsse ziehen.

Individuelle Datenräume für jeden Patienten

Hier setzt DataBox an: Der Patient besitzt alle Rechte über seine Daten und mit seiner Zustimmung werden durch das DataBox-Projekt digitale, gesundheitsrelevante Informationen zusammengeführt, gespeichert und verfügbar gemacht. Für den Patienten dient das als transparenter und sicherer Informationsservice, auf den er ganz komfortabel über das Internet zugreifen kann. Die Ärzte haben es leichter, die vollständige Krankheitsgeschichte nachzuvollziehen. Und der Patient kann Forschern erlauben, die tägliche anfallende Datenflut zu nutzen und daraus kostbare Informationen abzuleiten – mit dem Ziel, bessere Diagnosemethoden und Therapien zu entwickeln.

DataBox-Projekt


Ein gemeinsames Projekt von:

Gefördert durch: