vom 13.07.2011

Wie viel Medizin wünsche ich mir am Ende des Lebens?

„Patientenverfügung“ lautet das Thema eines Vortrags am 21.07.2011 um 16 Uhr im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg. Die Ethikberaterin Beate Herrmann spricht zu ethischen und rechtlichen Fragen bei diesem heiklen Thema im Rahmen einer Vortragsreihe für Patienten, die die Beratungsdienste am NCT anbieten.

Wie kann ich verhindern, dass Ärzte mich gegen meinen Willen wiederbeleben? Wie kann ich sicher stellen, dass keine lebensverlängernden Maßnahmen durchgeführt werden, auch wenn ich diesen Wunsch nicht mehr selbst äußern kann? Was ist eine Patientenverfügung und wie muss sie verfasst sein, damit sie rechtlich bindend ist? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung am Donnerstag, den 21. Juli im NCT Heidelberg.

Krebspatienten, deren Familienangehörige und alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Ethikberaterin Beate Herrmann wird die rechtlichen Eckpunkte einer Patientenverfügung bzw. einer Vorsorgevollmacht erläutern und Fragen beantworten. Dabei erklärt sie, wie eine solche Willensäußerung verfasst sein sollte, damit sie nach der im Jahr 2009 geänderten Rechtslage gültig ist. Neben detaillierten medizinischen Informationen ist der Einzelne gefordert, seine Wünsche für eine zukünftige Situation zu formulieren, die er so noch nie erlebt hat und die er sich vermutlich auch nur bedingt vorstellen kann.

„In unseren Beratungsgesprächen wird oft klar, dass es Mut braucht, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen“, berichtet Beate Herrmann. „Ich würde jedoch jedem raten, sich vorab eingehend zu informieren. So kann verhindert werden, dass eine lebensverlängernde Behandlung bei schweren Erkrankungen oder bei möglichen Unfällen dem Zufall überlassen bleibt.“

Der Vortrag findet statt:
am Donnerstag, den 21.07.2011
um 16 Uhr
im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg,
Im Neuenheimer Feld 460, 69120 Heidelberg, Raum K2/K3, zweiter Stock

Der Eintritt ist frei.

Neben der medizinischen Versorgung auf höchstem Niveau bietet das NCT seinen Patienten ein umfassendes Beratungsangebot an. Dazu gehören der Sozialdienst, der Psychoonkologische Dienst, die Ernährungsberatung, der Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), das NCT Programm Sport und Krebs, die Humangenetische Beratung, die Seelsorge und das Rauchertelefon des DKFZ. Alle acht Wochen finden donnerstags Vorträge statt, die die häufigsten Fragen von Krebspatienten und deren Angehörigen beantworten.

Die weiteren Termine der Patientenvortragsreihe im NCT, alle um 16 Uhr, sind:

Do. 29.09.: „Selbst aktiv werden – Informationen suchen, finden und bewerten“, Krebsinformationsdienst (KID)

Do. 24.11.: „Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs“, Ernährungsberatung

Nähere Informationen:
Seiten Beratung und Termine.

Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg:
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg, der Thoraxklinik Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Letztere fördert das NCT als onkologisches Spitzenzentrum. Ziel des NCT ist die Verknüpfung von vielversprechenden Ansätzen aus der Krebsforschung mit der Versorgung der Patienten von der Diagnose über die Behandlung, die Nachsorge sowie der Prävention. Die interdisziplinäre Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik.

Kontaktdaten:

Sozialdienst des Nationalen Centrums
für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 460, 69120 Heidelberg
Telefon 0 62 21 / 56 44 77
E-Mail: sozialarbeit@nct-heidelberg.de

Ansprechpartner für die Presse:

Alenka Tschischka
NCT
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221-42-2254
Fax: +49 6221-42-2968
E-Mail: Alenka.Tschischka@nct-heidelberg.de

Universitätsklinikums Heidelberg
Dr. Annette Tuffs
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672 69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 / 56 45 36
Fax: +49 6221 / 56 45 44
E-Mail: Annette.Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280 69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2854
F: +49 6221 42 2968
E-Mail: S.Seltmann@dkfz.de
www.dkfz.de