vom 18.07.2012

Wie bleibt mein Leben bis zum Schluss lebenswert?

Klinische Ethikberaterin informiert zu Therapiebegrenzung und Patientenverfügung / Patientenvortrag am 26. Juli im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

Wer unterstützt mich bei der Entscheidung, wie lange ich meine Therapie fortführen soll? Wie kann ich sicher stellen, dass keine lebensverlängernden Maßnahmen gegen meinen Willen durchgeführt werden, auch wenn ich diesen Wunsch nicht mehr selbst äußern kann? Und wie muss eine Patientenverfügung, in der ich meine Entscheidung festhalte, aussehen? Schwierige Fragen wie diese beantwortet die Ethikberaterin des Universitätsklinikums Heidelberg Beate Herrmann am Donnerstag, den 26. Juli um 16 Uhr im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg. Der Vortrag ist kostenfrei. Krebspatienten, deren Angehörige und alle Interessierte sind herzlich eingeladen.

Der Vortrag beleuchtet die Situation der Therapie am Ende des Lebens. Für viele unheilbar erkrankte Patienten steht ab einem gewissen Zeitpunkt nicht länger die Heilung im Mittelpunkt der Behandlung, sondern der Erhalt einer möglichst guten Lebensqualität für eine möglichst lange Zeitspanne. „Es braucht Mut, sich mit den damit einhergehenden Fragen auseinanderzusetzen und diese Themen sind auch inhaltlich anspruchsvoll“, berichtet die Ethikberaterin Beate Herrmann. Gerne informiert sie daher über Hilfestellungen, die sie als klinische Ethikberaterin den Patienten und ihren Angehörigen in ihrer Sprechstunde und auf den Stationen anbietet. Ebenso werden in dem Vortrag konkrete Vorsorgemaßnahmen vorgestellt, durch die Patienten ihre Wünsche für zukünftige Behandlungen verbindlich darlegen können. Nach dem Fachvortrag stehen die Referentin sowie die Mitarbeiter des NCT-Sozialdienstes gerne für Fragen und Diskussion zur Verfügung.

Der Vortrag findet statt:
am Donnerstag, den 26. Juli 2012
um 16 Uhr
im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Neuenheimer Feld 460, 69120 Heidelberg
Raum K2 02.304, zweiter Stock

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Bild zur Pressemitteilung steht im Internet kostenfrei zur Verfügung unter:
www.nct-heidelberg.de//de/nct/Bilder/Fotos/Ethikberatung-Foto.JPG

Bildunterschrift:
Ethikberater bieten Hilfe bei ethischen Fragestellungen im modernen Klinikalltag

Weitere Information im Internet zur Ethikberatung am Universitätsklinikum Heidelberg: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Kontakt.109181.0.html

Patientenvortragsreihe im NCT
Neben der medizinischen Versorgung auf höchstem Niveau bietet das NCT seinen Patienten ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot an. Dazu gehören der Sozialdienst, die Psychoonkologische Ambulanz, die Ernährungsberatung, die Brückenpflege, der Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), das NCT Programm Sport und Krebs, die Humangenetische Beratung, die Seelsorge und das Rauchertelefon des DKFZ.

Alle sechs Wochen finden donnerstags Vorträge statt, die die häufigsten Fragen von Krebspatienten und deren Angehörigen beantworten. Die weiteren Termine der Patientenvortragsreihe im NCT, alle um 16 Uhr, sind:

Do. 13.09.: "Wie überwinde ich den inneren Schweinehund? - Strategien zur Aufnahme eines körperlich aktiven Lebensstils", Sport/Präventive Onkologie

Do. 25.10.: "Wie der Rauchausstieg der Therapie nützt und die Lebensqualität verbessert - Telefonberatung für Krebspatienten und Angehörige am Rauchertelefon des DKFZ", Raucherentwöhnung

Do. 13.12.: "Gewusst wie! - Ernährung nach Magenoperation", Ernährungsberatung

Kontaktdaten:
Sozialdienst des Nationalen Centrums
für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 460, 69120 Heidelberg
Telefon 0 62 21 / 56 44 77
E-Mail: sozialarbeit@nct-heidelberg.de

Ansprechpartner für die Presse:
Doris Rübsam-Brodkorb
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 56-5930
Fax: +49 6221 56-350
E-Mail: d.ruebsam-brodkorb@Dkfz-Heidelberg.de
www.nct-heidelberg.de

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 42-2854
Fax: +49 6221 42-2968
E-Mail: S.Seltmann@dkfz.de
www.dkfz.de

Dr. Annette Tuffs
Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg Im Neuenheimer Feld 672 69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 56-4536
Fax: +49 6221 56-4544
E-Mail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg, der Thoraxklinik Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Letztere fördert das NCT als onkologisches Spitzenzentrum. Ziel des NCT ist die Verknüpfung von vielversprechenden Ansätzen aus der Krebsforschung mit der Versorgung der Patienten von der Diagnose über die Behandlung, die Nachsorge sowie der Prävention. Die interdisziplinäre Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Ansätze, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.
www.klinikum.uni-heidelberg.de
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