vom 06.12.2019

Titus Brinker als KI-Newcomer in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ ausgezeichnet

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat im „Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz“, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), zehn junge herausragende Wissenschaftler gekürt. Titus Brinker, Arzt und Forscher am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) nahm am 5. Dezember in Berlin den Preis in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ entgegen. Brinker engagiert sich insbesondere für KI-gestützte Hautkrebsdiagnostik.

Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Deutschen Krebshilfe (DKH).


Mit dem Projekt „#KI50: Künstliche Intelligenz (KI) in Deutschland – gestern, heute, morgen“ will die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) den Blick auf junge engagierte KI-Forscher aller Disziplinen lenken. Dafür zeichnete die Gesellschaft im „Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz" des BMBF, zehn herausragende KI-Newcomer unter 30 Jahren in den Kategorien Informatik, Naturwissenschaften, Technik- und Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften und Geistes- und Sozialwissenschaften aus. Beim KI-Camp in Berlin wurde Titus Brinker, Arzt und Wissenschaftler am NCT Heidelberg, DKFZ und UKHD die Auszeichnung KI-Newcomer in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ verliehen.

Die KI-Newcomer wurden in einem offenen Online-Abstimmungsprozess ausgewählt, bei dem mehr als 11.000 Stimmen abgegeben wurden. Zuvor gelangten 30 junge Forscher bereits aus über 100 Bewerbern in die engere Vorauswahl. Anschließend konnten die Öffentlichkeit sowie Mitglieder unterschiedlicher Forschungsgemeinschaften ihre Favoriten online wählen.

„Bei der KI-gestützten Hautkrebserkennung und im Bereich der individuellen Vorhersage des Tumorverhaltens hat Brinker über sein großes Netzwerk bereits sehr früh innovative Studien planen und umsetzen können", sagt Stefan Fröhling, Leiter der Abteilung „Translationale Medizinische Onkologie“ am DKFZ und kommissarischer Geschäftsführender Direktor am NCT Heidelberg.

Titus Brinker arbeitet als Leiter der App-Entwicklung, als Gründer des Skin-Classification-Projektes am DKFZ und NCT sowie als Assistenzarzt an der Universitäts-Hautklinik Heidelberg. Er beschäftigt sich insbesondere mit KI-gestützter Hautkrebsdiagnostik. Sein Ziel ist es, KI zu nutzen, um Hautkrebs präziser und früher zu diagnostizieren. Dabei wird Brinker derzeit von einem Netzwerk aus über 150 Dermatologen an 14 Universitäts-Hautkliniken unterstützt. „Etwa die Hälfte der derzeit übersehenen Melanome könnten mit unseren derzeitigen Algorithmen entdeckt und etwa 100.000 unnötige Biopsien jährlich vermieden werden“, berichtet Brinker. Mit den Apps Sunface, Intimarzt und dem Online-Hautarzt-Dienst AppDoc konnte Brinker bereits hunderttausendfach genutzte Angebote zur Hautkrebsprävention schaffen.

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BU: Dr. Titus Brinker, Arzt und Wissenschaftler am NCT Heidelberg, Deutschen DKFZ und UKHD

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BU: Dr. Titus Brinker nahm am 5. Dezember in Berlin den Preis als KI-Newcomer in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ entgegen.

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Deutsches Krebsforschungszentrum
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Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist es, vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung möglichst schnell in die Klinik zu übertragen und damit den Patienten zugutekommen zu lassen. Dies gilt sowohl für die Diagnose als auch die Behandlung, in der Nachsorge oder der Prävention. Die Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik. Das NCT kooperiert mit Selbsthilfegruppen und unterstützt diese in ihrer Arbeit. Seit 2015 hat das NCT Heidelberg in Dresden einen Partnerstandort. In Heidelberg wurde 2017 das Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) gegründet. Die Kinderonkologen am KiTZ arbeiten in gemeinsamen Strukturen mit dem NCT Heidelberg zusammen.

Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD)
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 13.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit fast 2.000 Betten werden jährlich rund 80.000 Patienten voll- und teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebshilfe hat das Universitätsklinikum Heidelberg das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg etabliert, das führende onkologische Spitzenzentrum in Deutschland. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.700 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können.
Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs.
Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern.
Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.