vom 21.09.2015

Patiententag „Kopf-Hals-Tumoren“ 23. September: Informationen zu Prävention, Früherkennung und Therapie

Bundesweite Aktionswoche im September / Heidelberger Experten klären auf und beantworten Fragen / Risikofaktoren sind Rauchen und Alkohol / Kopf-Hals-Tumoren können auch durch Humane Papillom-Viren (HPV) verursacht werden

Im Rahmen der 3. Aktionswoche zum Thema „Kopf-Hals-Tumoren“ laden die Hals-Nasen-Ohrenklinik des Universitätsklinikums Heidelberg, die Klinik für Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie, die Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg zu einem Patiententag ein. Am Mittwoch, 23. September, informieren Ärzte und medizinisches Fachpersonal aus allen Fachrichtungen von 14:00 bis 17:00 Uhr über Krebserkrankungen von Mundhöhle, Rachen, Schlund und Kehlkopf. Themen sind Maßnahmen zu Vorbeugung und Früherkennung, Behandlungsmöglichkeiten, Risikofaktoren und psychische Bewältigungsstrategien für die Erkrankten und ihre Angehörigen. Die Veranstaltung findet in der Kopfklinik des Universitätsklinikums im MZK-Hörsaal auf Ebene 02, Im Neuenheimer Feld 400, in Heidelberg statt. Der Eintritt ist frei, um vorherige Anmeldung wird gebeten.


Zum dritten Mal initiiert die European Head and Neck Society (EHNS) 2015 die europaweite Kampagne zur Aufklärung und Information über Kopf-Hals-Tumoren. Die Aktionswoche findet vom 21. bis zum 25. September statt. Die Hals-Nasen-Ohrenklinik des Universitätsklinikums Heidelberg und das NCT waren bereits im vergangenen Jahr dabei, als sich bundesweit insgesamt 42 Kliniken beteiligten und Patiententage veranstalteten. Den Initiatoren kommt es darauf an, auf die Gefahren einer Krebsart aufmerksam zu machen, die oft erst dann erkannt wird, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist.

Beim Patiententag am 23. September in der Kopfklinik sprechen die Referenten in Kurzvorträgen unter anderem über die Entstehung von Kopf-Hals-Tumoren, über Chancen der Früherkennung, schonende Verfahren der Tumorentfernung, verschiedene Therapieformen und weitere Aspekte der Krankheit. Bei der Frage- und Antwortrunde zum Ende der Veranstaltung haben die Teilnehmer Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Experten zu richten.

Anstieg von Kopf-Hals-Tumoren in den letzten zehn Jahren
Wie dringlich das Thema „Kopf-Hals-Tumoren“ ist, zeigt die Tatsache, dass weltweit in den letzten zehn Jahren ein deutlicher Anstieg von Kopf-Hals-Tumoren, besonders auch bei Frauen, zu verzeichnen ist. Kopf-Hals-Tumore machen rund fünf Prozent aller Krebserkrankungen weltweit aus. Aufgrund der unspezifischen Symptome gehen Patienten oft erst sehr spät zum Arzt, so dass sich die Erkrankung bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden kann. Dagegen kann eine rechtzeitige Diagnose und Überweisung zum HNO- / MKG-Facharzt die Heilungschancen von Patienten erhöhen.
Daher raten Ärzte bei Heiserkeit, Halsschmerzen, einseitig verstopfter Nase, Wunden oder Flecken im Mund, zum Arzt zu gehen, wenn diese Symptome länger anhalten. Dr. Philippe Federspil, Geschäftsführender Oberarzt der Hals-Nasen-Ohrenklinik des Universitätsklinikums Heidelberg, der als Gastgeber den Patiententag eröffnen wird, gibt folgenden Rat: „Eine anhaltende Lymphknotenschwellung am Hals, unklare Schluckbeschwerden und insbesondere jede über drei Wochen anhaltende Heiserkeit sollte unbedingt durch einen Facharzt abgeklärt werden.“

Wer raucht, erhöht sein Risiko einen Kopf-Hals-Tumor zu entwickeln um ein Vielfaches. Aber auch Personen, die täglich mehrere Gläser Alkohol zu sich nehmen, sind stärker gefährdet.

Anmeldung erbeten
Interessenten können sich per Telefon 06221/56 65 58, Telefax 06221/56 50 94 oder E-Mail an hso@nct-heidelberg.de zur Veranstaltung anmelden. Über die NCT-Website preview.nct-heidelberg.de/nc/das-nct/veranstaltungen/anmeldung.html gelangen die Teilnehmer zum genauen Programm und ebenfalls zur Anmeldung.


Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Friederike Fellenberg
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 56-5930
Fax: +49 6221 56-5350
E-Mail: friederike.fellenberg@nct-heidelberg.de
preview.nct-heidelberg.de

Dr. Stefanie Seltmann
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 42-2854
Fax: +49 6221 42-2968
E-Mail: S.Seltmann@dkfz.de
www.dkfz.de

Doris Rübsam-Brodkorb
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg und Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 56-5052
Fax: +49 6221 56-4544
E-Mail: doris.ruebsam-brodkorb@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de


Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg:
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist die Verknüpfung von vielversprechenden Ansätzen aus der Krebsforschung mit der Versorgung der Patienten von der Diagnose über die Behandlung, die Nachsorge sowie der Prävention. Die interdisziplinäre Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungs¬weisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik. Das NCT kooperiert mit Selbsthilfegruppen und unterstützt diese in ihrer Arbeit.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.
www.klinikum.uni-heidelberg.de