vom 19.12.2016

NCT Dresden mit neuer Dreierspitze

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden hat ein neues Geschäftsführendes Direktorium. Es setzt sich zusammen aus Prof. Martin Bornhäuser, Direktor der Medizinischen Klinik I, Prof. Mechthild Krause, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, des OncoRay-Zentrums und des Instituts für Radioonkologie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, sowie Prof. Jürgen Weitz, Direktor der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäß-Chirurgie. Das Dreiergremium folgt auf Gründungsdirektor Prof. Michael Baumann, der als Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand ans Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) nach Heidelberg wechselte. Mit der Neuberufung mehrerer NCT-Professuren wird künftig noch ein weiteres Direktoriumsmitglied hinzukommen.

„Der Aufbau des NCT Dresden ist für den Krebsforschungs- und Behandlungsstandort Dresden eine tolle Chance. Wir freuen uns sehr, diesen wichtigen Prozess gemeinsam mit dem Lenkungsausschuss federführend voranzutreiben“, sagt Prof. Bornhäuser. Einer der nächsten Schritte ist die Besetzung dreier NCT-Professuren auf den Gebieten „Translationale Medizinische Onkologie“, „Translationale Chirurgische Onkologie“ und „Translationale Bildgebung in der Onkologie“ mit führenden Wissenschaftlern und Ärzten. „Auf diesen und weiteren Gebieten wird das Zentrum künftig wichtige Forschungsakzente setzen. Gemeinsam mit den Heidelberger Kollegen ist es unser Ziel, das NCT zu einem internationalen Spitzenzentrum der patientennahen Krebsforschung zu entwickeln“, so Prof. Krause. Das NCT Heidelberg wurde 2004 als Onkologisches Spitzenzentrum / Comprehensive Cancer Center (CCC) in Zusammenarbeit mit dem DKFZ und dem Universitätsklinikum Heidelberg gegründet. Bereits 2003 entstand in Dresden das Universitäts KrebsCentrum (UCC) – ebenfalls von der Deutschen Krebshilfe als CCC ausgezeichnet. Seit 2015 wird in Dresden der deutschlandweit einzige NCT-Partnerstandort aufgebaut.

Kern des NCT ist die enge Verzahnung von Krankenversorgung und onkologischer Forschung. Schon heute gehen Patienten, Ärzte und Wissenschaftler im gemeinsamen NCT/UCC Portalgebäude auf dem Gelände des Universitätsklinikums Dresden durch dieselbe Tür. Bis Anfang 2019 schließt sich in direkter Anbindung ein weiterer Neubau an, in dem zusätzliche Einrichtungen für die patientenorientierte Krebsforschung untergebracht werden. Für die Errichtung des Gebäudes stellt der Freistaat Sachsen 22 Millionen Euro bereit. Die jährliche Förderung des NCT Dresden beläuft sich ab 2019 auf 15 Millionen Euro. Diesen Betrag bringen Bund und Freistaat Sachsen im Verhältnis 90 zu 10 Prozent auf.

„Als gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus, der TU Dresden und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf vereint das NCT Dresden Wissenschaftler und Ärzte über Fächer-, Standort- und Einrichtungsgrenzen hinweg. Wir freuen uns auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den zahlreichen Mitgliedern des NCT Dresden“, sagt Prof. Weitz. „Das neue Geschäftsführende Direktorium bündelt herausragende Kompetenzen in der Krebsforschung und Krankenversorgung und wird den Aufbau des NCT Dresden weiter nach vorn bringen. Als neuer Vorstand des DKFZ freue ich mich sehr darauf, mit den Dresdner Kollegen einen exzellenten Standort für die personalisierte Onkologie voranzutreiben“, erklärt Prof. Baumann.