vom 10.04.2016

Modellprojekt „Aktiv leben nach Krebs“: Ein kostenfreies Sportangebot an fünf Fitnessstudios im Saarland

Menschen nach überstandener Krebserkrankung beim Wiedereinstieg in ein körperlich aktives Leben zu unterstützen   ̶   das ist das Ziel des Präventionsprogramms „Aktiv leben nach Krebs“. Das Modellprojekt, das im März in fünf saarländischen Fitnessstudios gestartet ist, wurde von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Saarbrücken und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg entwickelt. Im Mittelpunkt steht ein Kraft- und Ausdauertraining. Das Angebot wird begleitet von verschiedenen Vorträgen zu Bewegung, Ernährung und Entspannung. Jeder Krebspatient kann sich nach Abschluss der Primärbehandlung  von seinem Arzt eine Sporttauglichkeitsbescheinigung ausstellen lassen und an den achtwöchigen Kursen teilnehmen. Durch die Unterstützung der IKK Südwest entstehen den Teilnehmern an dem Projekt „Aktiv leben nach Krebs“ keine Kosten.

„Bewegung ist für Krebsbetroffene wichtig, um die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und Nebenwirkungen oder Spätfolgen der Krebstherapie entgegenzuwirken“, erläutert Prof. Dr. Friederike Scharhag-Rosenberger, Mitarbeiterin am NCT und der DHfPG, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. Das Programm „Aktiv leben nach Krebs“ wurde 2013 erstmalig in Fitnessstudios und Gesundheitseinrichtungen erfolgreich umgesetzt. Das Training wird ausschließlich von zertifizierten Kursleitern durchgeführt, die Erfahrungen mit onkologischen Patienten nachweisen müssen. Begleitende Forschungen ergaben, dass sich das Wohlbefinden und die Fitness der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch das Programm deutlich verbessern. Praktische Entspannungseinheiten sowie verschiedene Vorträge ergänzen das Sportprogramm.
Die IKK Südwest unterstützt das Angebot im Rahmen der Gesundheitsprävention und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Wer das Angebot nutzen möchte, kann sich direkt in einem der beteiligten fünf Fitnessstudios in Neunkirchen (Aktiv Gesundheitspark), Saarwellingen (Fitness Forum Saia), Rilchingen (Motivitas), Riegelsberg und Heusweiler (RIVITA-Praxis für Gesundheitssport) oder St. Ingbert (Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung) anmelden. Ein Verzeichnis der Kooperationspartner und der Kurstermine findet sich auf der Webseite der DHfPG (www.alnk.de) und der IKK Südwest (https://www.ikk-suedwest.de/leistungen/gesundheitsfoerderung/aktiv-leben-nach-krebs/).

Aber auch wer nicht im Saarland lebt, kann wohnortnah trainieren. Das Netzwerk OnkoAktiv unterstützt alle onkologischen Patienten dabei passende Trainingsangebote in der Metropolregion Rhein-Neckar zu finden. Weitere Informationen unter preview.nct-heidelberg.de/onkoaktiv