vom 01.12.2016

Mitreißende Musik und 30.000 Euro für die Krebsforschung: 2. NCT Benefizkonzert „1.382 Takte gegen Krebs“

Es war ein spannender Abend: Die Besucher betraten den Konzertsaal ohne vorher zu wissen, wie viel Musik sie tatsächlich hören werden. Denn auch beim diesjährigen NCT Benefizkonzert erhielten sie statt Eintrittskarten Takte. 1.382 Takte haben die musikalischen Stücke West Side Story von Leonard Bernstein und Rhapsodie in Blue von George Gershwin. Vor dem letzten Programmpunkt verkündete Moderator Norbert Lehmann, dass 36 Takte noch nicht verkauft wurden. Das ermutigte die Anwesenden die restlichen Takte spontan zu erwerben, so dass die Musiker des Collegium Musicum das Konzert bis zu Ende spielen konnten. Der Spendenerlös betrug am Ende sagenhafte 30.000 Euro, die ohne Abzug der Krebsforschung am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg zugutekommen.
Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe.


Die Spannung nach der Pause war spürbar. Würden die Besucher die Musikstücke vollständig zu hören bekommen? Oder bricht die Musik wie beim letztjährigen Konzert plötzlich ab? Das Orchester und der Chor des Collegium Musicum unter Leitung von Michael Sekulla hatten bereits drei Stücke von George Gershwin und mit den „Symphonic Dances from West Side Story“ Takt 1 bis 851 aufgeführt. Nun folgte der zweite Teil der West Side Story als Konzert Suite mit dem Universitätschor und Klavierbegleitung.

Vor dem letzten Musikstück betrat erneut Moderator Norbert Lehmann die Bühne. 36 Takte der 530 Takte langen Rhapsodie in Blue von Gershwin seien nicht verkauft worden, teilte er mit, demzufolge könne das Klavierstück mit Solist Clemens Berg nicht vollständig zu Ende gespielt werden. Das animierte die Besucher kurzentschlossen per Handzeichen die noch fehlenden Takte zu kaufen. Happy End für die Musik und für die Krebsforschung! Mit Standing Ovations feierten die Zuschauer die mitreißende Darbietung der 200 Musiker des Collegium Musicum und den Pianisten Clemens Berg.

Mehr als 30.000 Euro kamen durch den Verkauf der Takte zusammen. Dazu kommen noch die Einnahmen aus dem Sektverkauf. Der gesamte Erlös wird in Krebsforschungsprojekte am NCT investiert. „Die Spenden ermöglichen es uns, ein umfassendes Programm von der Krebsvorbeugung bis zur Nachsorge anzubieten. Mit dem Erlös können wir einzelne Projekte am NCT unterstützen. In diesem Jahr war das unter anderem eine Studie zum Einsatz von genetisch veränderten Masernviren gegen Krebs und ein Programm, das berufstätige Patienten dabei unterstützt, länger im Arbeitsleben bleiben zu können“, berichtete Professor Dirk Jäger, Ärztlicher Direktor am NCT. „Wir danken allen Konzertbesuchern für ihr großartiges Engagement.“

Mit der ungewöhnlichen Idee, Takte statt Eintrittskarten zu verkaufen, möchte das NCT das Thema Krebs veranschaulichen. Der Ablauf des Abends war unvorhersehbar, die Musik konnte unerwartet enden. Eine Krebsdiagnose trifft die Patienten ähnlich unkalkulierbar und einschneidend wie ein solcher Abbruch der Musik. „Dank intensiver Krebsforschung, wie wir sie unter anderem hier in Heidelberg betreiben, können Krebstherapien heute immer genauer an den einzelnen Patienten angepasst werden“, sagte Professor Christof von Kalle, Leiter der Abteilung „Translationalen Onkologie“ am NCT im Gespräch mit dem Moderator. „Auf diese Weise hoffen wir, in Zukunft Krebserkrankungen mit einer ursprünglich fatalen Diagnose in eine chronische Krankheit umwandeln oder sogar heilen zu können.“

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernahmen Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg und Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner.

Zur Pressemitteilung steht folgendes Bild kostenfrei zur Verfügung unter:
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BU: Musiker des Collegium Musicum unter der Leitung von Michael Sekulla. Am Klavier Solist Clemens Berg.

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Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg, der Medizinischen Fakultät Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist es, vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung möglichst schnell in die Klinik zu übertragen und damit den Patienten zugutekommen zu lassen. Dies gilt sowohl für die Diagnose als auch die Behandlung, in der Nachsorge oder der Prävention. Die Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik. Das NCT kooperiert mit Selbsthilfegruppen und unterstützt diese in ihrer Arbeit. In Dresden wird seit 2015 ein Partnerstandort des NCT Heidelberg aufgebaut.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 12.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.