vom 14.12.2016

Individuell angepasstes Training für Krebspatienten: Teilnehmer für TOP-Studie gesucht

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Gezieltes körperliches Training wirkt sich positiv auf das Befinden von Krebspatienten aus. Doch wie stark darf die Belastung sein? Wie kann die Intensität des Trainings optimal an die Leistungsfähigkeit onkologischer Patienten angepasst werden? Diese Fragen wollen Wissenschaftler am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg beantworten. Für die „TOP-Studie“ – Individuelle Trainingssteuerung bei onkologischen Patienten – suchen sie noch Teilnehmer. Die Dietmar Hopp Stiftung fördert das Projekt mit 490.000 Euro.
Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe.


Krebspatienten profitieren während und nach einer Therapie von körperlicher Aktivität, denn sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Lebensqualität der Betroffenen kann sich verbessern. Um optimal wirken zu können, sollte das Training individuell angepasst sein. Nach derzeitiger Studienlage ist es allerdings unklar, wie ein solches Training für onkologische Patienten dosiert sein muss. Die TOP-Studie „Individuelle Trainingssteuerung bei onkologischen Patienten“ am NCT Heidelberg untersucht nun, wie ein solches Sportprogramm aussehen muss. „Wir hoffen, dass die Patienten durch die angepassten Bewegungsangebote idealerweise ihre körperliche Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und eventuell sogar den Krankheitsverlauf verbessern können“, erläutert Professor Friederike Scharhag-Rosenberger, die zusammen mit Dr. Joachim Wiskemann die Studie leitet. „Vor allem gehen wir davon aus, dass das Training Erschöpfungszustände, Ängstlichkeit und depressive Stimmungen reduziert.“

Teilnahmebedingungen
An der Studie können Prostatakrebspatienten und Brustkrebspatientinnen teilnehmen, die ihre Primärbehandlung innerhalb der letzten 12 Monate abgeschlossen haben. Die Studienteilnehmer erwartet ein 12-wöchiges kostenfreies Trainingsprogramm. Am Beginn stehen ein Ausdauer- und ein Krafttest. Anschließend folgen jeweils fünf Einheiten, die Ausdauer bzw. Kraft trainieren. Erfahrene Sportwissenschaftler der Arbeitsgruppe Onkologische Sport- und Bewegungstherapie leiten die Patienten an. Mit Hilfe von Fragebögen erfassen sie zudem, wie es den Patienten geht und wie sie auf die Belastung reagieren. Die Dietmar Hopp Stiftung fördert die TOP-Studie mit 490.000 Euro.

Anmeldung zur Studie
Wer teilnehmen möchte, kann die Koordinatoren der Studie per E-Mail (top-studie@nct-heidelberg.de) oder telefonisch (06221 / 56 38714 oder 06221/ 56 34250) kontaktieren. In einem persönlichen Gespräch wird zunächst geklärt, ob die Interessenten für die Studie in Frage kommen. Falls ja, folgt die Aufnahme in das Studienprogramm.

Link zur Website
https://www.nct-heidelberg.de/fileadmin/media/news/Meldungen/Dateien/NCT-Flyer_TopStudie.pdf

Bild zur Pressemitteilung steht kostenfrei zur Verfügung:
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69120 Heidelberg
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Fax: +49 6221 56-5350
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Dr. Stefanie Seltmann
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
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Doris Rübsam-Brodkorb
Universitätsklinikum Heidelberg und Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg
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Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg, der Medizinischen Fakultät Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist es, vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung möglichst schnell in die Klinik zu übertragen und damit den Patienten zugutekommen zu lassen. Dies gilt sowohl für die Diagnose als auch die Behandlung, in der Nachsorge oder der Prävention. Die Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik. Das NCT kooperiert mit Selbsthilfegruppen und unterstützt diese in ihrer Arbeit. In Dresden wird seit 2015 ein Partnerstandort des NCT Heidelberg aufgebaut.

Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK)
Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) verbindet sich das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg als Kernzentrum langfristig mit onkologisch besonders ausgewiesenen Universitätskliniken in Deutschland. Am Kernzentrum DKFZ und den sieben Partnerstandorten Berlin, Dresden, Essen/Düsseldorf, Frankfurt/Mainz, Freiburg, München und Tübingen arbeiten insgesamt zwanzig Einrichtungen zusammen. Vorrangiges Ziel der im DKTK kooperierenden Wissenschaftler und Ärzte ist es, die Ergebnisse der Grundlagenforschung möglichst rasch in neue Ansätze zur Prävention, Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen zu übertragen. Dazu werden an allen Partnerstandorten gemeinsame Translationszentren aufgebaut. Patienten sollen für innovative Studien gemeinsam rekrutiert, Daten einheitlich erfasst und Labormethoden harmonisiert und innerhalb des Konsortiums verfügbar werden. Dafür bietet das DKTK den Partnern eine gemeinsame Infrastruktur für die Forschung. Aufgabe des DKTK ist es weiterhin, junge Mediziner und Naturwissenschaftler in der Krebsmedizin und der translationalen Krebsforschung auszubilden. Das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der beteiligten Bundesländer, der Deutschen Krebshilfe und des Deutschen Krebsforschungszentrums. Es zählt zu den sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG).

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 12.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.