vom 05.12.2013

Die „richtigen“ Informationen finden: Hilfen und Tipps für Krebspatienten

Neue Veranstaltung im Rahmen der Patientenvortragsreihe im NCT am 12. Dezember

„Selbst aktiv werden – Informationen suchen, finden und bewerten“. Wer sich zum Thema Krebs informieren möchte, kann der Menge an Informationen kaum Herr werden. Alleine die Suchmaschine Google fördert über elf Millionen Ergebnisse zum Stichwort „Krebs“. Doch wer hilft Patienten und Angehörigen, die für den eigenen Fall relevanten Informationen herauszufiltern? Welcher Anbieter von Informationen ist seriös, und woran ist das zu erkennen? Antworten auf diese Fragen liefert Dr. Susanne Weg-Remers am 12. Dezember ab 16:00 Uhr mit ihrem Vortrag: „Selbst aktiv werden – Informationen suchen, finden und bewerten“. Die Medizinerin ist Leiterin des Krebsinformationsdienstes (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Patienten, Angehörige und alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die kostenlose Veranstaltung im NCT, Im Neuenheimer Feld 460, im Konferenzraum K2.304 zu besuchen und ihre Fragen mitzubringen.

Leitfragen führen zu „guten“ Gesundheitsinformationen

Die Referentin weiß, worauf es ankommt. Der Krebsinformationsdienst, 1986 gegründet, beantwortet jährlich etwa 30.000 Fragen von Ratsuchenden durch ärztliche Mitarbeiter am Telefon, per E-Mail und in Sprechstunden. Aus diesem Erfahrungsschatz gibt Susanne Weg-Remers ihre Hinweise woran man „gute“ Gesundheitsinformationen erkennen kann. Die wichtigsten Anforderungen sind demnach: leichte Verständlichkeit und passende Informationen für die jeweilige Zielgruppe, eine offene Risikoabwägung für bestimmte Behandlungsmethoden und eine eindeutige Angabe, wer die Information erstellt hat. Leitfragen sind für Susanne Weg-Remers zudem, ob die Ziele von Informationsangeboten klar sind, ob es Angaben zu den Quellen gibt und ob die Inhalte ausgewogen und neutral sind.

Hilfen für die Suche im Internet
Was das Internet angeht, so informiert die Referentin über verschiedene vertrauenswürdige Initiativen und Webangebote, die eine Orientierung im Informationsdschungel bieten und stellt beispielsweise das Gütesiegel „HONcode“ vor. An diesem und weiteren Beispielen zeigt Susanne Weg-Remers auf, wie sich Krebspatienten davor schützen können, von einer Informationsflut überschwemmt zu werden und wie sie zuverlässige Informationen zu Krebserkrankungen finden und bewerten können. Zudem wird Susanne Weg-Remers den Krebsinformationsdienst näher vorstellen.

Der Termin am 12. Dezember ist der letzte in diesem Jahr. Die Patientenvortragsreihe wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Die neuen Veranstaltungen werden rechtzeitig bekannt gemacht.

Breites Beratungsangebot im NCT
Neben der medizinischen Versorgung auf höchstem Niveau bietet das NCT seinen Patienten ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot. Dazu gehören neben den Selbsthilfeange-boten der Sozialdienst, die Psychoonkologische Ambulanz, die Ernährungsberatung, die Brücken-pflege, der Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), das NCT Programm Bewegung und Krebs, die Humangenetische Beratung, die Seelsorge und das Raucher-telefon des DKFZ. Alle zwei Monate finden donnerstags Vorträge statt, die die häufigsten Fragen von Krebspatienten und deren Angehörigen beantworten.

Nähere Informationen:
Sozialdienst des Nationalen Centrums
für Tumorerkrankungen (NCT)
Im Neuenheimer Feld 460, 69120 Heidelberg
Telefon 0 62 21 / 56 4477
E-Mail: sozialarbeit@nct-heidelberg.de

Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg:
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg, der Thoraxklinik Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist die Verknüpfung von vielversprechenden Ansätzen aus der Krebsforschung mit der Versorgung der Patienten von der Diagnose über die Behandlung bis zur, die Nachsorge sowie derdie Prävention. Die interdisziplinäre Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fach¬übergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungs¬weisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik. Das NCT kooperiert mit Selbsthilfegruppen und unterstützt diese in ihrer Arbeit.

Ansprechpartner für die Presse:

Doris Rübsam-Brodkorb
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 56-5930
Fax: +49 6221 56-350
E-Mail: doris.ruebsam-brodkorb@nct-heidelberg.de
www.nct-heidelberg.de

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 42-2854
Fax: +49 6221 42-2968
E-Mail: S.Seltmann@dkfz.de
www.dkfz.de

Dr. Annette Tuffs
Leiterin Unternehmenskommunikation /
Pressestelle des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.:+49 6221 56-4536
Fax:+49 6221 56-4544
E-Mail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Ansätze, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg

Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

www.klinikum.uni-heidelberg.de

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