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vom 06.07.2011

Das NCT Heidelberg wird als erste onkologische Klinik in Deutschland „selbsthilfefreundlich“

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg hat heute mit der Agentur Selbsthilfefreundlichkeit Baden-Württemberg und dem Heidelberger Selbsthilfebüro eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die neue Struktur fördert die Arbeit von Selbsthilfegruppen und -organisationen am NCT Heidelberg. Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg, der Thoraxklinik Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe.

„Wir sehen die Selbsthilfe als einen wichtigen Partner“, würdigt Prof. Dr. Dirk Jäger, Ärztlicher Direktor am NCT Heidelberg, das ehrenamtliche Engagement der Gruppen. „Dass das NCT nun als erste onkologische Klinik in Deutschland ein Selbsthilfefreundliches Krankenhaus wird, verdeutlicht den Anspruch des NCT, den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn wir uns  am Patienten orientieren, können wir unsere Qualität weiter verbessern und ihm eine optimale Behandlung und Versorgung am NCT anbieten.“ Die Kooperationsvereinbarung sieht einen Handlungsplan mit insgesamt acht Punkten vor. Diese sollen helfen, neue Strukturen für die Selbsthilfeorganisationen und -gruppen zu schaffen.

Zunächst soll die Zusammenarbeit festgeschrieben und dokumentiert werden. Des Weiteren gehört dazu, die Patienten und deren Angehörige über die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe zu informieren, deren Sichtbarkeit zu erhöhen, die Selbsthilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit zu berücksichtigen, regelmäßige Treffen zwischen Klinik und der Selbsthilfe zu veranstalten, zudem die Selbsthilfe in die Gremienarbeit einzubinden, einen Ansprechpartner der Klinik für die Selbsthilfegruppe zu benennen sowie alle Mitarbeiter über die Zusammenarbeit zu informieren.

„Diese acht Punkte zeichnen den Weg vor, wie die Selbsthilfe in Abläufe der Kliniken mit eingebunden werden kann“, erklärt Dr. Ulli Biechele von der Agentur Selbsthilfefreundlichkeit Baden-Württemberg. „Dadurch wird die Selbsthilfe systematisch verankert und die Zusammenarbeit wetterfest gemacht. Das Engagement zum Wohle der Patienten ist dann nicht mehr abhängig von persönlichen Beziehungen und vom Geschick Einzelner: Ziel dieser Vereinbarung ist ebenfalls, alle Mitarbeiter in der Klinik mit ins Boot zu holen.“

Deshalb gibt es nun am NCT Heidelberg eine Selbsthilfebeauftragte. Dieses Amt hat Kirsten Bikowski übernommen: „Es ist spannend, die Berührungspunkte zwischen der Selbsthilfe und dem NCT Heidelberg zu gestalten“, beschreibt sie ihre neu hinzugewonnene Aufgabe. „Wir haben schon einiges getan: Die Selbsthilfegruppen haben bereits einen Platz auf unserer Homepage. Auch bei unserem Tag der offenen Tür haben einige Gruppen die Expertenvorträge ergänzt und ihre Arbeit vorgestellt.“

Das Heidelberger Selbsthilfebüro freut sich über den Kooperationsvertrag. Dessen Geschäftsführerin Bärbel Handlos hilft dort seit 2006 den Selbsthilfegruppen, sich zu vernetzen. „Gerade für die medizinische Versorgung in der Region ist es wichtig, dass die Selbsthilfegruppen als Sprachrohr die Anliegen und Erfahrungen der Patienten bündeln und weitergeben. Die Vereinbarung hilft, dass die Selbsthilfe auch bei allen Beteiligten in der Klinik auf offene Ohren stößt.“

Nähere Informationen:
Seite Selbsthilfe

Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg:
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg, der Thoraxklinik Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Letztere fördert das NCT als onkologisches Spitzenzentrum. Ziel des NCT ist die Verknüpfung von vielversprechenden Ansätzen aus der Krebsforschung mit der Versorgung der Patienten von der Diagnose über die Behandlung, die Nachsorge sowie der Prävention. Die interdisziplinäre Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Ärztlicher Direktor
Prof. Dr. Dirk Jäger
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-7229
Fax: 06221 56-
E-Mail: dirk.jäger@nct-heidelberg.de
www.nct-heidelberg.de

Selbsthilfebeauftragte
Kirsten Bikowski
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-7229
Fax: 06221 56-
E-Mail: kirsten.bikowski@nct-heidelberg.de
www.nct-heidelberg.de

Dr. Ulli Biechele, Diplom-Psychologe
Agentur Selbsthilfefreundlichkeit Baden-Württemberg
Gesundheitstreffpunkt Mannheim
Alphornstr. 2a
68169 Mannheim
Tel. 0621 / 33 93 95 91
www.selbsthilfefreundlichkeit-bw.de
www.gesundheitstreffpunkt-mannheim.de

Bärbel Handlos, Geschäftsführerin
Heidelberger Selbsthilfebüro
Alte Eppelheimer Str. 38
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 18 42 90
Fax: 06221 / 16 13 31
www.selbsthilfe-heidelberg.de
info@selbsthilfe-heidelberg.de

Ansprechpartner für die Presse:

Alenka Tschischka
NCT Heidelberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221-42-2254
Fax: +49 6221-42-2968
E-Mail: Alenka.Tschischka@nct-heidelberg.de
www.nct-heidelberg.de

Universitätsklinikum Heidelberg
Dr. Annette Tuffs
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672 69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 / 56 45 36
Fax: +49 6221 / 56 45 44
E-Mail: Annette.Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280 69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2854
F: +49 6221 42 2968
E-Mail: S.Seltmann@dkfz.de
www.dkfz.de