vom 26.02.2016

Darmkrebs-Präventionspreis für Hermann Brenner

Für seine Arbeiten zur Früherkennung von Darmkrebs wurde Professor Hermann Brenner, kommissarischer Leiter der Abteilung Präventive Onkologie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und Leiter der Abteilung Klinische Epidemiologie und Altersforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg mit dem Darmkrebs-Präventionspreis 2015 ausgezeichnet. Der Preis wurde am 24.2. im Rahmen des 32. Deutschen Krebskongresses in Berlin verliehen.

In mehreren großen Studien hat Brenner die Effizienz der Darmkrebsfrüherkennung evaluiert und damit wichtige Informationen für eine bessere Darmkrebsprävention gesammelt. Er konnte z.B. zeigen, dass bis zu 90 Prozent der Darmkrebsfälle durch eine Vorsorge-Koloskopie verhütet werden könnten und das Darmkrebsrisiko nach einer solchen Darmspiegelung ohne auffälligen Befund über mehr als zehn Jahre sehr niedrig ist. „Heute gibt es in Deutschland jedes Jahr mehr als 60.000 Darmkrebs-Neuerkrankungen. Die meisten dieser Fälle könnten durch eine Darmspiegelung vermieden werden – das ist das beste Argument dafür, dieses effektive Vorsorgeangebot zu nutzen“, so Brenner.

Der mit 5000 Euro dotierte Darmkrebs-Präventionspreis geht auf eine gemeinsame Initiative der Deutschen Krebsgesellschaft, der Stiftung LebensBlicke und der Deutschen Krebsstiftung zurück und wird für Projekte und Forschungsarbeiten vergeben, die sich in besonderem Maße um die Darmkrebsprävention verdient gemacht haben.