vom 03.04.2018

Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner zu Besuch im NCT Heidelberg

Am 29. März besuchte Dr. Franziska Brantner vom Bündnis 90/ Grünen das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg. Professor Dirk Jäger, geschäftsführender und ärztlicher Direktor des NCT Heidelberg berichtete über Ziele und Arbeitsweisen des NCT. Professor Andreas Schneeweiss, Leiter der Sektion Gynäkologische Onkologie, stellte ein innovatives Programm für Brustkrebspatientinnen vor.

Gemeinsam mit NCT-Direktor Dirk Jäger besichtigte die Sprecherin für Europapolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Grünen die Räumlichkeiten des NCT Heidelberg unter anderem die ambulanten Tageskliniken und die Forschungslabore. Im NCT sind Forschung und Patientenversorgung unter einem Dach vereint. Dadurch können wissenschaftliche Erkenntnisse schnellstmöglich in die klinische Anwendung gebracht werden. „Unser Ziel ist es Menschen nicht ausschließlich nach Ihrer Tumorart zu behandeln, sondern jeden Patienten wie eine eigene Tumorentität zu sehen und zu therapieren“, berichtete Jäger.

Im Anschluss an den Rundgang stellte Professor Andreas Schneeweiss, Sektionsleiter der Gynäkologischen Onkologie, ein Programm der Präzisionsonkologie für Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs vor. „Wir können aktuell 80% der Brustkrebspatientinnen heilen, wenn sie in Zentren interdisziplinär behandelt werden. Bei Patientinnen, die bereits Metastasen aufweisen, ist es allerdings schwieriger. Eine dauerhafte Heilung ist in der Regel nicht mehr möglich“, sagt Schneeweiss. Hier setzt das CATCH-Programm an: Mit einer tiefen Diagnostik versuchen die Ärzte und Wissenschaftler bei jeder Patientin Genveränderungen zu identifizieren, die neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen. Brantner zeigte sich beeindruckt von den individualisierten Ansätzen und diskutierte gemeinsam mit den Ärzten die politischen Herausforderungen einer personalisierten Krebsbehandlung.