vom 19.05.2010

Brustkrebspatientinnen für BEATE-Präventionsstudie gesucht!

Das Sportprogramm am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg sucht Studienteilnehmerinnen. Brustkrebspatientinnen, die gerade eine Chemotherapie beginnen, sollten bereit sein, zweimal wöchentlich zu einem Training nach Heidelberg zu kommen. Mit ihrer Studie wollen die Forscher herausfinden, wie sich Sport und Entspannung während einer Chemotherapie auf das körperliche, seelische und emotionale Empfinden auswirken.

Brustkrebspatientinnen sind häufig müde und antriebslos. Dieses Syndrom, auch Fatigue genannt, kann sie in vielen Bereichen des täglichen Lebens einschränken und ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen. Bislang ist wenig über die genauen Ursachen der Fatigue sowie über wirksame Behandlungen bekannt. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten jedoch an, dass Entspannungsübungen aber auch körperliches Training die Symptome der Fatigue verringern können. Deshalb wollen die Forscher in der neuen BEATE-Studie (Bewegung und Entspannung als Therapie gegen Erschöpfung) geeignete Therapieverfahren erproben.

"Wir hoffen, dass wir möglichst viele Frauen für unsere Studie gewinnen. Denn wir vermuten, dass die meisten Teilnehmerinnen weniger stark durch die Chemotherapie in ihrem Alltag beeinträchtigt werden", erläutert Joachim Wiskemann, der wissenschaftliche Leiter des NCT-Sportprogramms. "Zudem erwarten wir neue Erkenntnisse über mögliche Ursachen, Ausprägungen und biologische Mechanismen der Fatigue", erklärt Privat-Dozentin Dr. Karen Steindorf, die am Deutschen Krebsforschungszentrum die Studie leitet.

Gesucht werden Patientinnen mit einem primären und nicht metastasierten Mammakarzinom, die noch vor ihrer Chemotherapie stehen oder maximal zwei Zyklen erhalten haben. Sie sollen mindestens 18, höchstens aber 70 Jahre alt sein. Zweimal in der Woche sollen diese Patientinnen entweder an einem Entspannungs- oder einem Krafttraining teilnehmen. Die körperliche Betätigung dauert jeweils eine Stunde. Nach welchen Richtlinien sie trainieren, entscheidet das Los. Die Studienteilnahme läuft über 12 Wochen. Ihren jeweiligen Leistungsstand erfahren die Teilnehmerinnen nach einer sportmedizinischen Untersuchung. Das Training findet unter fachkundiger Anleitung und in entspannter Atmosphäre gemeinsam mit anderen Patientinnen statt.

Die BEATE-Studie wird von Privat-Dozentin Dr. Karen Steindorf vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) geleitet. Sie baut auf eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Präventive Onkologie von Prof. Cornelia Ulrich am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg auf, in der das Sportprogramm des NCT angesiedelt ist. Zudem wird die Studie von Prof. Andreas Schneeweiss unterstützt, der die Sektion Medikamentöse Gynäkologische Onkologie der Frauenklinik im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg leitet. Weitere Kooperationspartner sind das Institut für Sport und Sportwissenschaften (ISSW) der Universität Heidelberg und das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim.

Ein Bild zur Pressemitteilung steht im Internet zur Verfügung unter:
www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2010/images/NCT_Sportprogramm_BEATE.jpg

Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg:
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg, der Thoraxklinik Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist die Verknüpfung von vielversprechenden Ansätzen aus der Krebsforschung mit der Versorgung der Patienten von der Diagnose über die Behandlung, die Nachsorge sowie der Prävention. Die interdisziplinäre Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik.

Informationen zur Studie bzw. Kontaktdaten für interessierte Patientinnen

Dr. Martina Schmidt (Studienmanagement)
Arbeitsgruppe Umweltepidemiologie (C030)
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 42-2220
Telefax: 06221 42-2229
E-Mail: m.schmidt@dkfz.de

oder

Joachim Wiskemann (Koordination Sport und Krebs)
Präventive Onkologie (G110)
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Im Neuenheimer Feld 581
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 42-1663
Telefax: 06221 42-1669
E-Mail: joachim.wiskemann@nct-heidelberg.de

Ansprechpartner für die Presse:

Alenka Tschischka
NCT
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221-42-2254
Fax: +49 6221-42-2968
E-Mail: Alenka.Tschischka@nct-heidelberg.de

Universitätsklinikums Heidelberg
Dr. Annette Tuffs
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672 69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 / 56 45 36
Fax: +49 6221 / 56 45 44
E-Mail: Annette.Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280 69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2854
F: +49 6221 42 2968
E-Mail: S.Seltmann@dkfz.de
www.dkfz.de