vom 25.03.2019

7. Heidelberger Myelom Workshop: Internationale Experten berichten über Fortschritte bei Diagnostik und Therapie

Das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) veranstalten am 5. und 6. April den 7. Heidelberger Myelom Workshop. Organisiert wird die Fachveranstaltung, zu der bis zu 200 internationale Wissenschaftler und Ärzte erwartet werden, von der Sektion Multiples Myelom der Abteilung Innere Medizin V des Universitätsklinikums/NCT Heidelberg. Im Mittelpunkt stehen neue Entwicklungen und zukunftsweisende Erkenntnisse bei der Diagnostik und Behandlung des Multiplen Myeloms. Unter dem Vorsitz von Hartmut Goldschmidt und Marc-Steffen Raab findet der Workshop im Hörsaal der Medizinischen Klinik Heidelberg statt.

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Deutschen Krebshilfe.


Das Multiple Myelom ist eine der häufigsten Formen des Knochen- beziehungsweise Knochenmarkkrebses in den westlichen Ländern. Allein in Deutschland sind jährlich etwa 6.500 Menschen von dieser bösartigen Erkrankung der blutbildenden Zellen des Knochenmarks betroffen. Häufig erkranken Menschen über 60 Jahre daran. Da die Symptome wie beispielsweise Rückenschmerzen und Müdigkeit unspezifisch sind, dauert es oft lange, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Medikamente können eine Verringerung der Krankheitsaktivität bewirken und die Symptome der Krankheit zurückdrängen. Ein wichtiges Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität. Meist kommt es jedoch nach einiger Zeit zu einem Rückfall und zur Therapieresistenz.

Der Myelom Workshop widmet sich neuen Forschungsergebnissen der Biologie der Erkrankung und aktuellen Entwicklungen bei der Diagnose und Bekämpfung des Multiplen Myeloms. International angesehene Experten aus Europa und Übersee werden neue Erkenntnisse erörtern und verschiedene Strategien einander kritisch gegenüberstellen.

Tagungsleiter Hartmut Goldschmidt macht betroffenen Patienten vorsichtig Mut: „Myelompatienten profitieren von vielfältigen grundlegenden Neuerungen in Diagnostik und Therapie der letzten Jahre. Das Ziel der Heilung rückt näher. Untersuchungen zur frühzeitigen Behandlung von Myelompatienten und Ergebnisse darüber, wie die Tiefe der Remission das Gesamtüberleben der Myelompatienten beeinflussen, bieten neue Chancen, das Überleben der Patienten weiter zu verlängern.“

In vier Keynotes, verschiedenen Panels und fünf Sessions stellen insgesamt 33 Referenten unter der wissenschaftlichen Leitung von Hartmut Goldschmidt, Leiter der Sektion Multiples Myelom und Marc-Steffen Raab, Leiter der klinischen Arbeitsgruppe „Innovative Myelomtherapie“, die Neuerungen in Diagnostik und Therapie vor. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Immuntherapie. Neue Verfahren der Bildgebung und der molekularen Medizin, die im Rahmen der Systemmedizin kombiniert werden, werden das Verständnis der Erkrankung kontinuierlich verbessern.

Weitere Informationen zum Workshop gibt es über die Website zur Veranstaltung (www.myelomaworkshop.de) oder bei Annette Hluzek und Andrea Illgner vom Universitätsklinikum Heidelberg per Telefon (+49 6221 56-5427) oder E-Mail (annette.hluzek@med.uni-heidelberg.de; andrea.illgner@med.uni-heidelberg.de).

Bilder zur Pressemitteilung stehen im Internet kostenfrei zur Verfügung unter:
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BU: Das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) veranstalten am 5. und 6. April den 7. Heidelberger Myelom Workshop.

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Doris Rübsam-Brodkorb
Universitätsklinikum Heidelberg und Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg
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Dr. Sibylle Kohlstädt
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
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Deutsches Krebsforschungszentrum
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Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist es, vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung möglichst schnell in die Klinik zu übertragen und damit den Patienten zugutekommen zu lassen. Dies gilt sowohl für die Diagnose als auch die Behandlung, in der Nachsorge oder der Prävention. Die Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik. Das NCT kooperiert mit Selbsthilfegruppen und unterstützt diese in ihrer Arbeit. Seit 2015 hat das NCT Heidelberg in Dresden einen Partnerstandort. In Heidelberg wurde 2017 das Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) gegründet. Die Kinderonkologen am KiTZ arbeiten in gemeinsamen Strukturen mit dem NCT Heidelberg zusammen.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden.
Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Universitätsklinikum Heidelberg
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit fast 2.000 Betten werden jährlich rund 65.000 Patienten vollstationär, 56.000 mal Patienten teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebshilfe hat das Universitätsklinikum Heidelberg das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg etabliert, das führende onkologische Spitzenzentrum in Deutschland. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.700 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.