vom 11.10.2017

Zell- und Gentherapie: Internationale Experten treffen sich in Berlin. Einladung zu öffentlichen Vorträgen am 17.10.2017

Gemeinsame Konferenz der europäischen und deutschen Gesellschaft für Gentherapie in Berlin / Public Day lädt die Öffentlichkeit ein

Die eigenen Körperzellen gentechnisch so verändern, dass Krankheiten geheilt werden oder körpereigene Immunzellen gegen den Krebs kämpfen können: Das ist das Ziel der Zell- und Gentherapie. Wie weit Wissenschaft und Praxis hier sind, diskutieren Forscher auf einer internationalen Tagung in Berlin. Die Veranstalter ESGCT (European Society of Gene and Cell Therapy) und DG-GT (Deutsche Gesellschaft für Gentherapie e.V.) laden Wissenschaftler und Ärzte aus aller Welt vom 17. bis 20. Oktober zum 25. Jahreskongress der ESGCT ein. Am 17.10.2017 teilen die Experten beim Public Day ihr Wissen zur Zell- und Gentherapie mit der breiten Öffentlichkeit. Journalisten sind herzlich eingeladen.

Angeborene oder erworbene Fehlfunktionen können der Grund dafür sein, warum Zellen sterben, bestimmte Funktionen nicht mehr erfüllen können oder, wie bei Krebserkrankungen, ungehindert wachsen. Die Gentherapie soll diese defekten Gene reparieren oder neue Gene einschleusen. Im besten Fall wird diese Therapie einmalig eingesetzt und erspart so dem Patienten eine lebenslange Einnahme von Medikamenten. Während in Europa bereits zwei Gentherapien zur Behandlung von ererbten Gendefekten zugelassen wurden, erhielt in den USA aktuell die erste Gentherapie gegen einen Blutkrebs die Zulassung. „Trotz der einfachen Grundidee ist die Zell- und Gentherapie aber nach wie vor eine komplexe medizinische Behandlung, die sich im Entwicklungsstadium befindet“, berichtet Zoltán Ivics, Tagungspräsident der Veranstaltung und Leiter der Abteilung Medizinische Biotechnologie des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen.
Das Programm der internationalen Fachtagung beschäftigt sich mit allen Facetten der Zell- und Gentherapie. „Wir erwarten mehr als 1000 Wissenschaftler und Mediziner aus 38 Ländern, die über die neuesten Erkenntnisse diskutieren und so einen übergreifenden Wissensaustausch ermöglichen“, sagt Christof von Kalle, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gentherapie e.V. (DG-GT) und geschäftsführender Direktor am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg. In 149 Vorträgen sowie auf 355 Postern werden die Experten aus aller Welt ihre Forschungsergebnisse vorstellen. Das vielfältige interdisziplinäre Themenspektrum reicht von der Grundlagenforschung über klinische Anwendungen bis hin zur Kommerzialisierung.

Einblicke in die Medizin von morgen – öffentliche Vorträge am Public Day
Am 17.10.2017 von 10:00 bis 16:30 Uhr sind alle interessierten Bürger, aber auch Schulen und Studenten eingeladen, sich über Zell- und Gentherapie aus erster Hand zu informieren. Die Besucher erwartet ein hochkarätig besetztes Vortragsprogramm mit viel Raum für Fragen und Diskussion. „Bei dieser Veranstaltung möchten wir den Bereich der Zell- und Gentherapie so umfangreich wie möglich einem breiten Publikum vorstellen. Jeder hat die Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen, wie weit das Forschungsgebiet der Gentherapie ist und welche Herausforderungen es zu meistern gilt“, berichtet Hildegard Büning, wissenschaftliche Sekretärin der Deutschen Gesellschaft für Gentherapie e.V. (DG-GT), designierte Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Gen- und Zelltherapie (ESGCT) und Leiterin der Arbeitsgruppe Infektionsbiologie & Gentransfer des Instituts für Experimentelle Hämatologie der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die DG-GT e.V. (www.dg-gt.de) ist eine Vereinigung von Naturwissenschaftlern und Ärzten, die sich mit Fragen der experimentellen und klinischen Gentherapie beschäftigt. Wesentliche Zielsetzungen sind unter anderem die Förderung der Grundlagenforschung und der translationalen Entwicklung der Gentherapie, die Stärkung des Dialogs der Wissenschaftler mit der Öffentlichkeit und die Mitgestaltung der regulatorischen Abläufe der Gentherapie in Deutschland mit dem übergeordneten Ziel eines europaweit einheitlichen Regelwerkes.

Die ESGCT (www.esgct.eu/Home.aspx) feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag. Sie  ist – wie auch die  DG-GT e.V. – eine Vereinigung von Naturwissenschaftlern und Ärzten, die sich international in der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung im Bereich Gentherapie, Zelltherapie und genetische Impfstoffe engagiert. Besondere Schwerpunkte liegen auf dem Informations- und Technologieaustausch, der Fortbildung von (Nachwuchs-) Wissenschaftlern und Ärzten in allen Bereichen der Zell- und Gentherapie sowie dem Dialog mit der Öffentlichkeit und den regulatorischen Institutionen in Europa.
 
Anmeldung

Fachtagung
Die Anmeldung ist unter https://www.esgct.eu/Congress.aspx noch bis zum 12.10.2017 möglich. Danach erfolgt die Anmeldung bei der  „vor Ort“- Registrierung. Anmeldegebühren siehe Kongress-Website. Die Vortragssprache ist Englisch.

Public Day – Einblicke in die Medizin von morgen
Anmeldung nicht erforderlich. Eintritt ist frei. Die Vortragssprache ist Deutsch.

Veranstaltungsort
bcc Berlin Congress Center GmbH
Alexanderstraße 11
10178 Berlin

Das Programm finden Sie unter:
www.esgct.eu/home/ESGCT_Berlin2017_Programme_main.pdf

Programm zum PublicDay:
https://www.nct-heidelberg.de/fileadmin/media/news/Meldungen/Dateien/Programm_Public_day_Einblicke_in_die_Medizin_von_morgen.pdf

Tagungs-Website
www.esgct.eu/Congress.aspx

Kontakt
Prof. Dr. Hildegard Büning
Wissenschaftliche Sekretärin der DG-GT e.V.
Institut für Experimentelle Hämatologie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Telefon: +49 511-532-5106
Fax: +49 511-532 -6068
E-Mail: buening.hildegard@mh-hannover.de

Ansprechpartner für die Presse:
Gaelle Jamar
Vanessa Sampson
European Society of Gene and Cell Therapy (ESGCT)
E-Mail: office@esgct.eu