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Universitäre Palliativstation am Krankenhaus. St. Vincentius 
Anmeldung von Patienten
Die Anmeldung von Patienten zur stationären Behandlung sollte in der Regel durch die Ärzte der einweisenden Klinik oder durch den Hausarzt beziehungsweise den betreuenden Arzt erfolgen. Die Anmeldung auf der Universitären Palliativstation kann telefonisch über folgende Nummer erfolgen: 06221 - 9117 44.

Die ambulante Behandlung erfolgt im Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin, Im Neuenheimer Feld 131. Hier kann sich der Patient selbst telefonisch über folgende Nummer anmelden: 06221 - 56 6254.
Patienten mit Tumorschmerzen erhalten hier einen schnellen Behandlungstermin.

Palliativmedizin erhält die Lebensqualität
Die Universitäre Palliativstation am Krankenhaus St. Vincentius ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Universitätsklinikum Heidelberg und dem Diakonischen Werk Heidelberg. Hier behandeln Palliativmedizinern und Internisten schwerkranke Patienten mit weit fortgeschrittener Krebserkrankung, deren Prognose begrenzt ist. Ihr Ziel ist die fachgerechte Therapie von Schmerzen, von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen sowie die Therapie von der durch die Krebserkrankung hervorgerufene Müdigkeit, der sogenannten Fatigue.
Tumorschmerzen sind häufig von stechendem Charakter und können gut mit Opioiden behandelt werden. In fortgeschrittenen Krebsstadien können brennende und einschießende Nervenschmerzen auftreten, die eine spezifische medikamentöse Therapie erforderlich machen. Die sorgfältige Erhebung der Anamnese des Patienten und die klinische Untersuchung sind die Säulen einer erfolgreichen Schmerzbehandlung. Ziel der Therapie ist es, dass kein Patient auf der Station unter Schmerzen leidet.

Dem schwerkranken Patienten steht ein interdisziplinäres Palliativteam aus palliativ geschulten Pflegekräften, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und Musiktherapeuten des Deutschen Zentrums für Musiktherapieforschung zur Seite. Sie vervollständigen das medizinische Angebot.

Aufgaben der Pflege
Die Pflege respektiert den Patienten mit all seinen physischen, psychischen, sozialen und geistigen Bedürfnissen und Befindlichkeiten. Sie unterstützt den Krebspatienten individuell, so dass er in seiner kritischen Lebenssituation ein Höchstmaß an Lebensqualität, Wohlbefinden und Symptomkontrolle erfahren kann.

Das Pflegepersonal ist speziell im Bereich der Palliativmedizin geschult und baut Brücken zum Patienten. Neben der kompetenten Pflege verbringen die Pflegekräfte Zeit mit dem Patienten und nehmen ihn mit seinen Ängsten und in seiner Hilflosigkeit ernst. Das Pflegeteam respektiert den Patienten in einem ganzheitlichen Ansatz und unterstützt in gleicher Weise auch die Angehörigen.

Der Weg nach Hause
50 % unserer Patienten können durch eine spezifisch individuelle Therapie wieder nach Hause entlassen werden. In diesen Fällen wird das Zuhause in enger Zusammenarbeit der Ärzte, der Sozialarbeiterin und der ambulanten Hospizhilfe umorganisiert und gestaltet. Ziel ist es die besonderen Bedürfnisse so zu gestalten, dass die Patienten und Angehörigen sich gut versorgt fühlen. Besonderer Wert wird dabei auf die enge Kooperation mit dem betreuenden Hausarzt und den ambulanten Pflegediensten gelegt.

Psychologisch geschulte Mitarbeiter der Ambulanten Hospizhilfe der Stadtmission Heidelberg nehmen schon auf der Palliativstation Kontakt zu Patienten und Angehörigen auf. Sie werden sie nach der Entlassung auch zu Hause begleiten und betreuen. Seelsorger der katholischen und evangelischen Konfession sowie der muslimischen Religionsgemeinschaft kümmern sich um das Wohl der Patienten und sind eng in die Betreuung und Trauerbegleitung eingebunden.
Dabei stehen die Behandlung von psychischen und sozialen Problemen sowie die spirituellen Bedürfnisse im Vordergrund, um den Patienten und deren Angehörigen in der kritischen Lebensphase beizustehen.

Palliativmedizin ist interdisziplinär und stellt den Patienten in den Mittelpunkt!
Aufgabe des Palliativmediziners ist es, individuelle Therapien zur Besserung der Lebensqualität des Patienten zu erstellen.
Der Palliativarzt verfügt über Kommunikationskompetenz, um einfühlsam Patienten und Angehörige über den kritischen Gesundheitszustand zu informieren und im Prozess der Krankheitsverarbeitung zu begleiten. Er handelt zum Wohle des Patienten und grenzt das medizinisch Machbare von dem in der individuellen Situation des Patienten medizinisch Sinnvollen ab. Er definiert eine dem Patienten adäquate Therapie.
Zu seinen höchsten ärztlichen Kompetenzen gehört es auch, zuhören zu können!
Er arbeitet kompetent und zählt auf ein interdisziplinäres Team:
Gemeinsame Visiten, Konferenzen und Symposien mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und den Kliniken der Universität wie Onkologie, Radiotherapie, Psychotherapie und viele andere Akteure garantieren auch dem Palliativpatienten eine medizinische Behandlung auf universitärem Niveau.
Palliativkonzept
Palliativkonzept
Prof. Dr. Hubert J. Bardenheuer
Prof. Dr. med. Hubert J. Bardenheuer
Ärztlicher Leiter der Universitären Palliativstation am Krankenhaus St. Vincentius und  Leiter des Zentrums für Schmerztherapie und Palliativmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 5161 (Sekretariat)
E-mail: Schmerzzentrum@med.uni-heidelberg.de
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