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NCT Gewebebank 
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Tumorerkrankungen und chronische Entzündungen zählen weltweit zu den wichtigsten Erkrankungsgruppen beim Menschen und stellen eine enorme Herausforderung an die biomedizinische Forschung dar.

Trotz bereits erheblicher Erfolge in der Therapie dieser Erkrankungen besteht ein hoher Bedarf für neue, spezifische und möglichst nebenwirkungsarme Therapien. Diese lassen sich gezielt nur aus der Kenntnis der molekularen Pathogenese der Erkrankungen heraus entwickeln.

Eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Quelle überhaupt für diese Erkenntnisse ist die Untersuchung von krankheitsspezifischen oder -relevanten Veränderungen im befallenen Gewebe von Patienten. Diese Gewebe werden im Rahmen von Operationen (Resektionspräparate) gewonnen, in Formalin fixiert bzw. schockgefroren und archiviert.

Parallel dazu werden von der Gewebebank relevante Basisdaten (in anonymisierter Form) in einer Datenbank erfasst.

Gewebe
Im Rahmen der Gewebebank konnten seit Ende 2005 bis Mitte 2008 mehrere Tausend Gewebeproben von unterschiedlichsten Tumoren und korrespondierenden, nicht-tumorbefallenen Geweben frisch asserviert werden. Zudem laufen derzeit Maßnahmen zur qualitätsgesicherten Integration und Nutzbarmachung umfangreicher retrospektiver Gefrierarchive, die in 2008 abgeschlossen sein werden. Die Gewebebank hat überdies Zugang zum umfangreichen Paraffinarchiv des Pathologischen Institutes der Universität Heidelberg und kooperiert mit mehreren nationalen und internationalen epidemiologischen Studien.

Das Antragsformular für Gewebeproben finden sie unter Downloads.

Multi-Tissue-Arrays
So genannte Tissue-Microarrays (auch Multi-Tissue-Arrays genannt) sind eine neue innovative Technik in der Pathologie. Sie wurden ursprünglich entwickelt, um die Expression krankheitsrelevanter Kandidaten-Gene oder Genprodukte simultan in Hunderten von Gewebeproben untersuchen zu können, finden aber heute zusätzlich in Qualitätskontrollen oder Testung diagnostisch einsetzbarer Antikörper weitläufige Verwendung, um nur einige Beispiele zu nennen.
Histologische Färbung
Untersuchungen an Multi-Tissue-Arrays können auf Gewebsebene den Nachweis von Veränderungen in molekularen Bestandteilen (Proteine und Nukleinsäuren) erbringen. Diese Veränderungen können mit Entwicklung und Fortschreiten von Tumorerkrankungen und deren Vorstufen, einschließlich chronischen entzündlichen Erkrankungen assoziiert bzw. mit deren klinischem Verlauf korreliert sein. Damit helfen Multi-Tissue-Arrays, die Kenntnisse dieser Erkrankungen zu vertiefen.

Im Rahmen der Gewebebank werden histopathologisch evaluierte Proben von besonders häufigen, malignen Tumorentitäten (Brust, Lunge, Darm, Prostata, Pankreas, Niere, Leber u.a.m.) für die Erstellung von Multi-Tissue-Arrays verwendet. Es ist im weiteren Verlauf geplant, auch Gewebe von seltenen und wenig erforschten Tumorentitäten (Thymome, Sarkome, Plattenepithelkarzinome etc.), Tumorvorläufern sowie von chronisch entzündlichen Erkrankungen zu gewinnen, um von diesen Geweben ebenfalls Multi-Tissue-Arrays erstellen zu können.

Über die Gewebebank ist es unter Nennung des Verwendungszwecks möglich, von den angefertigten Multi-Tissue-Arrays Paraffinschnitte zu erhalten.

Das Antragsformular für Multi-Tissue-Arrays finden sie unter Downloads.

Projektmanagement
Alle Projekte der Gewebebank erfordern eine kurze Projektdarstellung durch den Projektleiter; das rasch zu bearbeitende Formblatt kann von der Homepage der Gewebebank herunter geladen werden. Das Projekt wird rasch und im Kontakt mit dem Projektleiter von den Mitarbeitern der Gewebebank in Bezug auf Machbarkeit und Modus geprüft. Bilaterale Projekte erfordern die Zustimmung und kompetente Betreuung durch die jeweiligen Partner auf Seiten der Klinik und Pathologie, Projekte mit Beteiligung mehrerer klinischer Einrichtungen hingegen die Zustimmung des Beirates der Gewebebank. Die Quote der genehmigten und erfolgreich abgewickelten Projekte beträgt derzeit 98%.
Kontakt
Gewebebank des NCT
Pathologisches Institut
Raum 017 / 018
Im Neuenheimer Feld 220/221
D-69120 Heidelberg
 
Telefon: +49 (0)6221 56-38994
Telefax: +49 (0)6221 56-8521
E-Mail: gewebebank.nct@med.uni-heidelberg.de

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Manche Tumorzellen sind gefährlicher als andere
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