Seit der Gründung des WHO-CC wurden bereits verschiedene Ziele erreicht, z. B. die Einführung eines Bundesgesetzes sowie Gesetze auf Bundesländerebene, um die Bevölkerung vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen.
Das WHO-CC erarbeitete weiterführende Empfehlungen für politische Maßnahmen zur Tabakkontrolle und organisierte Informationskampagnen zum Thema Rauchstopp. Zwischen 2000 und 2008 wurden insgesamt fünf „Rauchfrei-Kampagnen“ durchgeführt.
Im Rahmen des International Tobacco Control (ITC) Policy Evaluation Projects führt das WHO-CC eine bundesweite prospektive Kohortenstudie durch. Diese soll bei rauchenden und nicht-rauchenden Erwachsenen untersuchen, wie sich die politischen Maßnahmen zur Tabakkontrolle in Deutschland auswirken.
Weiterhin entwickelte das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle Leitlinien für die Umsetzung von Artikel 12 (Aufklärung, Information, Schulung und Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit) der WHO Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle (WHO-FCTC).
• nachgewiesen, dass die Anzahl der durch tabakverursachten Todesfälle in Deutschland noch immer enorm hoch ist und sich hinsichtlich der bundeslandspezifischen Unterschiede der tabakattributablen Mortalitätsrate die Tendenz eines Nord-Süd-Gradienten ergibt. (Gesundheitswesen 2010, doi:10.1055/s-0030-1252039),
• aufgezeigt, dass deutsche Gastronomiebetriebe im Jahr 2005 mit hohen Konzentrationen an Tabakrauch belastet waren(Nicotine Tob Res 2008, 10:547-55),
• belegt, dass das Tabakpräventionsprogramm in Schulen wie „Be smart, don’t start“ den Rauchbeginn bei Jugendlichen nicht verhindern kann (Prev Med 2006, 42:33-9),
• nachgewiesen, dass im vergangenen Jahrhundert eine Umkehr des Bildungsgradienten des Rauchens stattgefunden hat und dass die Bildungsunterschiede im Rauchen bei Männern stabil sind, sich bei Frauen jedoch ausweiten (Addiction 2006, 101:1051-6),
• untersucht, dass sich die Entwicklungen und zeitlichen Veränderungen im Raucheinstieg und Rauchstopp bei Männern und Frauen, in einer Geburtskohortenperspektive unterscheiden (Eur J Cancer Prev 2005, 14:477-83),
• aufgezeigt, wie der Verband der Cigarettenindustrie eine wirksame Tabakpräventionspolitik in Deutschland verhindern konnte (Gesundheitswesen 2008, 70:315-24).
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Krebsprävention
WHO-Kollaborationszentrum (WHO-CC) für Tabakkontrolle
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel: +49 (0) 6221 42 3008
Fax: +49 (0) 6221 42 3020
Email: who-cc@dkfz.de

Seitenanfang