deutsch DEUTSCH
Translationale Onkologie 
Die  Entwicklung und Unterstützung von Investigator Initiated Trials und anderen Formen der klinischen Forschung ist ein Schwerpunkt unserer Abteilung, mit dem Ziel, das in der Grundlagenforschung erworbene Wissen in sichere und erfolgreiche klinische Anwendungen zu überführen.

Folgende Klinische Studien der Abteilung Translationale Onkologie sind derzeit in Vorbereitung:

1. HeiLivCa: Prospektive, multizentrische Phase III Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit von TACE plus Sorafenib versus TACE plus Placebo bei Patienten mit HCC vor Leber-Transplantation
Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist weltweit die dritthäufigste tumorassoziierte Todesursache. Der Multikinase-Inhibitor Sorafenib ist die erste systemische Therapieoption mit einem signifikanten Überlebenvorteil für Patienten mit fortgeschrittener HCC Erkrankung. Die HeiLivCa Studie soll die Wirksamkeit einer Kombination von TACE mit Sorafenib zur Überbrückung der Wartezeit auf eine Lebertransplantation gegen die Kombination von TACE und Placebo überprüfen. Eingeschlossen werden Patienten mit HCC, die nach den Milano-Kriterien transplantierbar sind und keine vorhergehende lokale oder systemische Therapie erhalten haben. Die Studie ist ein "Investigator initiated trial" (IIT) in Kooperation zwischen der chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg und der Abteilung für translationale Onkologie des NCT. Studienziel ist eine verbesserte Tumorkontrolle gemessen an der progressionsfreien Zeit vor der Lebertransplantation. Zusätzlich werden das Gesamtüberleben, die tumorfreie Zeit und das Ansprechen gemessen. Die Studie rekrutiert noch Studienzentren.
2. Phase I/II Studie zur Untersuchung des humanen monoklonalen Antikörper-Zytokin-Fusionsproteins L19IL2 in Kombination mit Gemcitabin bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Pankreaskarzinom

Das NCT untersucht seit März 2008 in Kooperation mit der Universitätsklinik in Mailand und der Charite in Berlin die Wirkung des Immunozytokins L19IL2 in Kombination mit Gemcitabin bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Pankreaskarzinom.

Das humane Fusionsprotein L19IL2 besteht aus ScFv (L19), einem humanen rekombinanten Antikörperfragment gegen die ED-B Domäne von Fibronectin, das von den meisten soliden Tumoren exprimiert wird, und Interleukin 2, einem potenten Stimulator der körpereigenen Immunantwort mit einer zentralen Rolle in der Regulation der T-Zellantwort. L19 sorgt dabei durch spezifische Bindung dafür, dass Interleukin-2 die körpereigenen Immunzellen unmittelbar dort aktivieren kann, wo deren krebshemmende Wirkung besonders benötigt wird, also im Tumor. In Tiermodellen und immun-szintigraphischen Untersuchungen konnte bereits gezeigt werden, dass L19 selektiv Tumorgewebe lokalisiert und sich in soliden Tumoren anreichert. Die Therapie mit L19IL2 wird in Kombination mit einer Standardchemotherapie mit Gemcitabin durchgeführt.

Ziel des Phase I-Teils ist Studie ist es, eine geeignete L19IL2-Dosis für diese Kombinationstherapie zu etablieren und im weiteren Verlauf die Tumoraktivität bei Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskrebs zu untersuchen. Sponsor der Studie ist die die Biotechnologiefirma Philogen.

Prof. Christof von Kalle
Kontakt

Prof. Dr. med. Christof von Kalle
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Otto-Meyerhof-Zentrum (OMZ)
Im Neuenheimer Feld 350
69120 Heidelberg

Tel.: +49 6221 56-6990
Fax: +49 6221 56-6930
E-Mail: christof.kalle@nct-heidelberg.de


Notfall - Emergency
Informationen für niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser: Wichtige Rufnummern
Hier können Sie helfen
Krebsforschung braucht Ihre Unterstützung
Das NCT in den Medien
Aktuelle Beiträge in Print, Radio, Fernsehen und Internet
Ankündigung
Selbsthilfe-Nachmittag Uroonkologie
18.05.2012, Universitätsklinikum Heidelberg - Kopfklinik
|  Sitemap   |  Kontakt   |  Impressum   |  Pressekontakt   |   Letzte Aktualisierung: 26.10.2011