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AG Molekulare Onkologie der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg 
Die Untersuchung der molekularen Grundlagen bösartiger Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes (v.a. Darmkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs) bilden die Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe. Das übergeordnete Ziel dieser Untersuchungen besteht darin, die gewonnenen Erkenntnisse zur Entwicklung wirkungsvoller Therapien zu nutzen. In umfangreichen Vorarbeiten wurde u.a. die klinische und prognostische Bedeutung der Tumorzellaussaat in Blut, Knochenmark und Lymphknoten bei Patienten mit Dickdarmkrebs erforscht. Diese Arbeiten bilden zum Beispiel die Grundlage für eine aktuell durchgeführte klinische Studie, welche ein modernes Operationsverfahren zur Resektion von Lebermetastasen bei Patienten mit Dickdarmkrebs mit dem Ziel untersucht, die Aussaat von Tumorzellen während der Operation zu verringern. In weiteren Untersuchungen wird die Rolle der körpereigenen Tumorzellabwehr (T-Zell-Abwehr) bei Patienten mit Dickdarm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs untersucht. Es konnte hierbei gezeigt werden, dass es bei diesen Tumorpatienten zu einer spezifischen Rektion des Immunsystems gegen die Tumorzellen kommt.

Die therapeutische Bedeutung dieser Ergebnisse wird momentan im Rahmen von zwei klinischen Studien untersucht. Hierbei wird Patienten mit fortgeschrittenem Dickdarm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs Tumorgewebe zur Herstellung eines Impfstoffes entnommen, welcher sich spezifisch gegen die patienteneigenen Tumorzellen richtet. Ein neuer Forschungsbereich innerhalb unserer Gruppe beschäftigt sich mit dem Nachweis und der Charakterisierung von sogenannten tumor-initiierenden Zellen, die für die Tumorentstehung als auch für die Therapie von Tumoren eine sehr wichtige Rolle zu spielen scheinen. Ein weiteres Tätigkeitsfeld der Arbeitsgruppe bildet das Gebiet der Gefäßneubildung (sog. Angiogenese). Da Tumoren ab einer bestimmten Größe auf eine eigene Blutgefäßversorgung angewiesen sind, bildet die Unterdrückung der Tumorangiogenese eine wirkungsvolle Therapieoption. Während Antikörper gegen Stimulatoren der Gefäßbildung bereits erfolgreich in der Therapie von Tumorpatienten eingesetzt werden, wird in den Untersuchungen der Arbeitsgruppe die potentielle Wirkung von (körpereigenen) Hemmstoffen der Gefäßneubildung untersucht.

Prof. Dr. med. Jürgen Weitz
Kontakt:

Prof. Dr. med. Jürgen Weitz
Geschäftsführender Oberarzt
Leiter der Sektion Chirurgische Onkologie
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplanationschirurgie
Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 110
D-69120 Heidelberg
 
Sekretariat
Frau Helene Richter
Tel.: 06221-56-6250
Fax: 06221-56-5506
E-Mail: Helene.Richter@med.uni-heidelberg.de


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