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Translationale Immunologie 
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Das Immunsystem besitzt die einzigartige Fähigkeit zur gezielten Erkennung und Abstossung bösartiger Tumoren. Aus diesem Grund versprechen Immuntherapien in der Zukunft eine effiziente Ergänzung zu aktuellen Standardtherapieverfahren gegen Tumoren. Die hierzu erforderliche Optimierung ihrer klinischen Wirksamkeit setzt jedoch ein tieferes Verständnis für die Interaktionen des Immunsystems mit dem Tumorgewebe, und dessen zügige Umsetzung ("Translation") in klinische Therapien, voraus.

Die Arbeitsgruppe "Translationale Immunologie" hat die Aufgabe, neue Erkenntnisse zur Immunabwehr von Tumorerkrankungen zu gewinnen und aus der Grundlagenforschung in klinische Therapieverfahren zu überführen. Dieses Ziel wird mit Hilfe enger Kooperationen mit den onkologischen Abteilungen des Universitätsklinikums fachübergreifend verfolgt.

Besondere Schwerpunkte der Arbeitsgruppe sind die Untersuchung von Mechanismen der spontanen Bildung und Regulation von Immunantworten gegen Tumore, metastasierungsrelevante Adhäsionsmoleküle als Zielstrukturen für Immuntherapien und die Entwicklung therapeutischer Antikörper.

Die Arbeitsgruppe konnte erstmals belegen, dass die Mehrzahl der Tumorpatienten tumorspezifische Gedächtniszellen im Knochenmark anreichert. Diese Arbeiten bilden die Basis für eine neue Interpretation der protektiven Mechanismen von Tumor-Immuntherapien im Sinne einer Reaktivierung prä-existenter Gedächtniszellen. Dies hat praktische Konsequenzen für die Durchführung immuntherapeutischer Studien u.a. in Bezug auf die Auswahl geeigneter Impfstoffe, die Berücksichtigung des Tumormikromillieus und die T-Zelleinwanderung in das Tumorgewebe. Darüber hinaus konnte die Arbeitsgruppe Zielantigene für Vakzinierungen und Antikörper-basierte Immuntherapien bei verschiedenen Tumoren identifizieren und die Notwendigkeit zusätzlicher Massnahmen zur Verbesserung der Einwanderung tumorlytischer T-Zellen in humane Tumore belegen.

Diese neuen Therapiekonzepte, wie der adoptive Transfer reaktivierter Gedächtnis T-Zellen, personalisierte Tumorvakzinen, die multimodale Radioimmuntherapie, oder die Bekämpfung der Tumormetastasierung durch  therapeutische Antikörper werden im Rahmen klinischer Studien am NCT umgesetzt.

Prof. Dr. med. Philipp Beckhove
Kontakt

Prof. Dr. med. Philipp Beckhove
Arbeitsgruppe Translationale Immunologie
Deutsches Krebsforschungszentrum und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT)
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg

Tel.: +49 6221 56-5466
E-Mail: p.beckhove@dkfz-heidelberg.de

Sekretariat

Bianca Dornseiff
Tel.  +49 6221 56-5490
Irmtraud Williams
Tel. +49 6221 56-8850


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